Ado Properties: Aktie zieht aus mehreren Gründen an – Werden die Minderheitsaktionäre der Adler-Tochter bald herausgedrängt?

onvista · Uhr

Ado Properties konnte heute am Markt gleich mit zwei Dingen überzeugen. Zum einen sind die Halbjahreszahlen gut ausgefallen. Dies ist vor allem dem Zukauf von Adler Real Estate geschuldet, denn die Fusion hat für einen ordentlichen Anstieg des operativen Geschäfts gesorgt. Dies zeigte die branchenübliche Kennziffer Funds From Operations (FFO), für die Ado zudem die Jahresprognose bestätigte. Börsianern zufolge hatte die Corona-Krise – wie auch bei anderen Unternehmen im Wohnimmobiliensektor – bei Ado nur minimale Auswirkungen. Ein Händler verwies darauf, dass die Aktie günstig bewertet sei. Er zeigte sich aber weiter kritisch, was die Unternehmensführung betrifft.

Zudem gab es eine  Kapitalmaßnahme der Konzerntochter Adler Real Estate. An Adler Real Estate hielt Ado den Angaben zufolge per Ende des ersten Halbjahres etwa 95 Prozent der Aktien. Am Vorabend hatte die Ado-Tochter eine Kapitalerhöhung angekündigt, um Verbindlichkeiten gegenüber dem Mutterkonzern mit Aktien begleichen zu können. Da für diese nur Ado zeichnungsberechtigt ist, wurde der Schritt am Markt als Indiz dafür gewertet, dass ein Squeeze-out – also ein Hinausdrängen der verbliebenen Adler-Minderheitsaktionäre – bevorstehen könnte.

Wie es hieß, könnte der Streubesitz der Adler-Aktie durch die Kapitalerhöhung unter die Marke von fünf Prozent gedrückt werden. Dann wäre ein Herausdrängen der verbliebenen Minderheitsaktionäre gegen Zahlung einer Abfindung denkbar. Möglich ist dies bei einem Aktienbesitz von mindestens 95 Prozent.

Die Ado-Papiere rückten um die Mittagszeit um 2,6 Prozent vor und gehörten so zu den Favoriten im SDax. Die Adler-Papiere, von denen nur noch wenige im Freiverkehr sind, legten um 3,1 Prozent zu. Das Tochterunternehmen hatte am Montag ebenfalls seine Halbjahresbilanz präsentiert.

onvista/dpa-AFX

Titelfoto: Sergey Nivens / Shutterstock.com

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