Aktien New York: Kursverluste - Großer Verfall und Fed-Sitzung voraus

dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Am letzten Handelstag der Woche haben an den US-Börsen Kursverluste das Bild bestimmt. Der Leitindex Dow Jones Industrial gab am Freitag um 0,63 Prozent nach auf 34 534 Punkte. Auf Wochensicht steht für den Dow damit ein leichter Verlust zu Buche. Im Verlauf der Woche pendelte der Index unter 35 000 Zählern auf und ab.

Zurückhalten könnte die Kurse der sogenannte große Verfall an den Terminbörsen. An diesen vier Börsentagen im Jahr wird das Aktiengeschäft in der Regel von handelstechnischen Aspekten bestimmt. An Europas Börsen hatte der Verfallstermin die Kurse ebenfalls belastet. Aber auch die Sitzung der US-Notenbank Fed am Mittwoch kommender Woche wirft bereits ihre Schatten voraus und sorgt unter Anlegern für Nervosität.

Der marktbreite S&P 500 verlor ein Prozent auf 4430 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 fiel weiter ab mit minus 1,38 Prozent auf 15 301 Punkte. Hier nahmen Anleger vor allem bei Aktien aus der Halbleiterbranche Kursgewinne mit. Zuletzt hatten Papiere wie NXP Semiconductors, Xilinx oder die der niederländischen, auch in New York gelisteten ASML Rekordstände erklommen.

Vom "Großen Verfall" sprechen Börsianer dann, wenn der letzte Handelstag aller vier Derivate-Typen, also von Optionen und Terminkontrakten auf Indizes und einzelne Aktien, auf denselben Tag fällt. Aktienkurse und Indizes sind dann auch ohne konkrete Nachrichten schwankungsanfällig, denn Investoren versuchen kurz vor dem Auslaufen dieser Derivate die Kurse in die für sie günstige Richtung zu bewegen.

Kursbewegende Nachrichten zu Unternehmen waren vor dem Wochenende Mangelware. Die Fondsgesellschaft Invesco ist laut dem "Wall Street Journal" in Gesprächen über eine Übernahme des Finanzdienstleisters State Street . Die Invesco-Papiere verteuerten sich daraufhin um 4,7 Prozent, während State Street um 3,2 Prozent fielen.

Der Stahlhersteller United States Steel erwägt den Bau eines weiteren Stahlwerks. Der Aktienkurs sackte in der Folge um mehr als acht Prozent ab. Analysten sorgen sich, dass weitere Produktionskapazitäten ein Überangebot zur Folge haben könnten. Carlos de Alba von Morgan Stanley wies darauf hin, dass U.S. Steel einen Großteil der Barmittel für den Bau aufbrauchen dürfte./bek/men

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