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Ausblick auf das Börsenjahr 2019

Kai Knobloch
Ausblick auf das Börsenjahr 2019

Zu Beginn wünsche ich allen Leserinnen und Lesern ein glückliches und gesundes Jahr 2019. Darüber hinaus hoffe ich für Investitionen in den Aktienmarkt auf ein besseres Börsenjahr als 2018. Der DAX büßte über 18 % ein und schloss zum ersten Mal seit der Euro-Krise in 2011 wieder ein Jahr mit Verlust ab. Besonders der Monat Dezember war an den weltweiten Börsen historisch schwach und ging als zweitschwächster Dezember nach 1931 (zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise) in die Geschichte der US-Börsen ein.

Im Netz wird derzeit heiß diskutiert, ob wir gerade erst am Beginn eines neuen Bärenmarktes wie 2000 bis 2003 und 2008/2009 stehen oder ob es sich „nur“ um eine Korrektur wie in den Jahren 2015 und 2016 handelt. Die nächsten Wochen und Monate werden daher sehr interessant. Wesentlichen Einfluss auf die weitere Entwicklung an den Börsen hat die Geldpolitik der großen Notenbanken, allem voran der amerikanischen Fed. Denn die zur Verfügung stehende Liquidität ist der größte Einflussfaktor auf die Börsen. Werden die Geldmenge wie in 2018 durch den Bilanzabbau der amerikanischen Notenbank verknappt und Anlagealternativen wie zum Beispiel Anleihen durch Zinserhöhungen attraktiver, fließt Geld von den Aktienmärkten ab, was diese in Schwierigkeiten bringt. Daneben stehen in 2019 wegen ihrer großen makroökonomischen Bedeutung weiterhin der Handelskonflikt zwischen China und den USA sowie der bevorstehende Brexit im Fokus der Marktteilnehmer. Die Handelspolitik und insbesondere die Zollpolitik haben direkten Einfluss auf Handelsströme sowie Lieferketten und damit auf das globale Wachstum. Vor allem die zyklischen und global agierenden Unternehmen hängen sehr stark von der Weltwirtschaft und dem Ausgang der Verhandlungen ab. Da in den großen amerikanischen Indizes wichtige charttechnische Unterstützungen durchbrochen wurden, muss eine Fortführung der Abwärtsbewegung einkalkuliert werden. So gehe ich für das Jahr 2019 von weiter volatilen Märkten aus, die jedoch im Jahresverlauf, abhängig von der weiteren Geldpolitik der Notenbanken, in den Beginn einer neuen Aufwärtsbewegung münden könnten.

Anleger sollten sich wegen der schweren Prognostizierbarkeit kurzfristiger Marktbewegungen auf das langfristige Investieren fokussieren. Durch die massiven Kursverluste im vierten Quartal 2018 sind die Aktienbewertungen stark zurückgekommen, was auf mittel- bis langfristige Sicht gute Einstiegschancen in Aktien und ETFs bietet. Es ist ratsam in solchen Marktphasen panikartige Ausverkaufstage zu nutzen, um schrittweise antizyklisch die Cash-Quote zu reduzieren. Wer für weitere Abwärtsbewegungen gerüstet sein möchte, kann stärke Gegenbewegungen wie die zu Jahresanfang auch direkt wieder für erste kleinere Gewinnmitnahmen nutzen und bewahrt sich so die Flexibilität bei tieferen Kursen wieder zukaufen zu können.

Im wikifolio Trend & Fundamental wird solch eine beschriebene Strategie in die Praxis umgesetzt. Es wird schwerpunktmäßig mit einem mittel- bis langfristigen Anlagehorizont in deutsche Nebenwerte und amerikanische Technologietitel investiert. Der starke Kursverfall im Dezember wurde zum Ausbau der Investitionsquote genutzt. In den erfreulichen Jahresauftakt hinein konnten erste Gewinne mitgenommen werden, sodass die Cash-Quote nun wieder solide bei über 30 % liegt.

Foto: Orawan Pattarawimonchai / Shutterstock.com

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Expertenprofil
Kai Knobloch Kai Knobloch wikifolio-Trader

Kai Knobloch hat nach dem Abitur Public Management und anschließend berufsbegleitend Wirtschaftswissenschaften studiert.

Im Jahr 2013 begann er mit dem Börsenhandel und meldete sich ein Jahr später auf der Social-Trading-Plattform wikifolio.com an. Kai Knobloch handelt bei wikifolio primär deutsche Nebenwerte, amerikanische Technologietitel sowie die großen amerikanischen und deutschen Aktienindizes. Für seinen mittel- bis langfristigen Handelsstil nutzt er fundamentale Kennzahlen, Charttechnik und Sentimentindikatoren.

Der Trader konnte den Wert seines wikifolios Trend & Fundamentalin vier Jahren mehr als verdoppeln und erreichte damit eine klare Outperformance gegenüber den großen Aktienindizes.

Kai Knobloch

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