Besser Demut statt Übermut vor dem Jahreswechsel

Der onvista-Börsenfuchs
Besser Demut statt Übermut vor dem Jahreswechsel

Hallo Leute! Kriegen wir noch ‘ne richtige Jahresend-Rally oder nicht oder hat sie längst schon begonnen (mal abgesehen von den jüngsten Rücksetzern)? Das wird jetzt schon aus saisonalen Gründen lebhaft diskutiert, meist voller Hoffnung und mit Blick nach oben. Das Ziel: Den historischen Gipfel vom Januar 2018 bei 13.597 Punkten sollte der Dax noch packen. Ich hätte nix dagegen. Und dann? Nee, ob neue Höchststände noch vor Weihnachten oder erst im nächsten Jahr erklommen werden, ist eigentlich wurscht. Deswegen bleibe ich auch „vorsichtig optimistisch“ und empfehle Euch, lieber demütig statt übermütig zu sein. Dazu gehört, die Super-Performance der Aktien im bisherigen Jahresverlauf zu respektieren, denn 2019 gehört schon zu den besonderen Börsenjahrgängen. Man muss also nicht mal richtig bescheiden sein.

Nehmen wir die Wall Street als Leitbörse. Mit einem aktuellen Plus von 26,6% gehört es zu den 13 besten Jahren im S&P 500 seit 1920! Reicht das nicht? Auch die Rally seit Anfang Oktober (bis Mitte November) zählt mit einem Plus von 8,33% zu den stärksten Kursaufschwüngen in diesem Zeitraum. Vierzehn Mal seit 1920 stieg der S&P 500 in diesem Zeitraum um mindestens 7,5% an. Sentiment-Analysten haben das Profil aller Kursaufschwünge mit einem Gewinn zwischen 7,5% und 9,0% Oktober/November gecheckt (fünf Verläufe) und Interessantes herausgefunden: Das aktuelle Profil entspricht sehr gut dem Muster der vergleichbaren Jahre. Demnach wäre nun eine ca. dreiwöchige Konsolidierung nicht ungewöhnlich, bevor es noch-mals zu einer strammen Jahresendrally käme. Diese „Prognose“ wird auch durch andere statistische Daten unterstützt.

Das kann dem Bullenlager doch Mut machen. Trotzdem, meine Freunde, sollte man jetzt nicht voll Stoff geben, sollte man nicht alles, sondern nur einen Teil der verfügbaren Kohle auf steigende Kurse setzen. Vergesst nicht die uralte Weisheit, die heutzutage kaum noch verbreitet wird, wonach eine bewusste, aktive Begrenzung von Kursverlusten die Grundlage für den Vermögensaufbau ist.

Foto: onvista

Hinweis: Die Inhalte des „onvista-Börsenfuchs“ dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des Autors wieder.
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19.02.2020, 23:05, außerbörslich
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