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Continental: Überraschende Dividendenerhöhung ++ Deutsche Post: Zahlen kommen nicht gut an ++ Vonovia: Bilanz im Rahmen

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Continental: Überraschende Dividendenerhöhung ++ Deutsche Post: Zahlen kommen nicht gut an ++ Vonovia: Bilanz im Rahmen

Heute geht es noch einmal richtig hoch her in der Berichtssaison. Gleich 4 Dax-Mitglieder präsentieren ihre Zahlen. Während sie bei der Deutschen Post, Vonovia und Merck frisch sind, legt Continental seine endgültigen Zahlen vor. Der Automobilzulieferer liefert dabei allerdings die größte Überraschung in diesem Dax-Quartett. Mit einer Dividenden-Erhöhung hatten wohl die wenigsten gerechnet.

Allerdings kann die Aktie der Hannoveraner davon heute nicht wirklich profitieren. Autobauer und Zulieferer haben es erneut wieder schwer. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und der US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer sitzen seit Mittwoch wieder zusammen. Bei den Gesprächen in Washington ging es unter anderem um Vorbereitungen auf Verhandlungen über ein gemeinsames Abkommen zum Abbau von Industriezöllen gehen.

Die USA drohen weiterhin, Autoimporte aus der EU mit empfindlichen Sonderzöllen zu belasten. Dies wird von Brüssel aber auch von der Autoindustrie in den USA abgelehnt. Das US-Handelsministerium war in einer monatelangen Untersuchung zu dem Ergebnis gekommen, dass die Autoimporte eine Gefahr für die Nationale Sicherheit der USA darstellen können. Auch wenn Europa diese Sichtweise nicht teilt, ist das Thema nicht vom Tisch und lastet mal wieder auf der Branche. Besonders Daimler bekommt das zu spüren. Neben den allgemeinen Problemen senkt das Bankhaus Lampe den Daumen für den Stuttgarter Autobauer auf „Halten“. Ergebnis: Die Daimler-Papiere verlieren über 2 Prozent und stehen am Dax-Ende.

Bei der Lufthansa ist es heute genau andersrum. Die Kranich-Aktie profitiert von einer Hochstufung. Die Citigroup hebt die deutsche Airline auf „Buy“. Neuigkeiten gibt es auch von der Deutschen Bank. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet soll Chef Christian Sewing mit dem Gedanken gespielt haben den Aktienhandel der Bank abzustellen.

Rezessionsängste kommen wieder auf

Obwohl das „Beige Book“ der amerikanischen Notenbank auf dem heimischen Markt keine Wirkung entfaltet hat, sorgt es rund um die Wall Street für Verunsicherung an den Märkten. Der Dax sieht die Abschwächung der US-Wirtschaft anscheinend heute auch etwas kritischer. Nachdem die asiatischen Märkte schon auf die Nachricht reagiert haben, tut es der deutsche Leitindex heute auch. Er startet mit einem Minus von 0,37 Prozent und 11.545,19 Punkten in den vorletzten Tag der laufenden Woche.

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Deutsche Post: Dieses Jahr wird alles besser

Der Bonner Logistik-Konzern will 2019 ihre kriselnde deutsche Brief- und Paketsparte wieder in die Spur bringen und damit den operativen Gewinn spürbar steigern. Im vergangenen Jahr lasteten Gewinnrückgänge in der Sparte auf der Bilanz. „2018 war ein herausforderndes Jahr für Deutsche Post DHL Group, das wir mit einem erfolgreichen Weihnachtsgeschäft abgeschlossen haben“, sagte Konzernchef Frank Appel. Der operative Gewinn (Ebit) brach im vergangenen Jahr wegen der Kosten für die Sanierung des deutschen Brief- und Paketgeschäfts um 15,5 Prozent auf 3,16 Milliarden Euro ein. Die Post erfüllte damit aber die Erwartungen des Marktes. Analysten hatten ein Ebit von 3,1 Milliarden Euro prognostiziert.

Erlöse ziehen leicht an

Der Konzernumsatz stieg um 1,8 Prozent auf 61,5 Milliarden Euro. Die Bonner wollen nun für 2018 eine unveränderte Dividende von 1,15 Euro je Aktie ausschütten. 2019 will Appel den operativen Gewinn auf 3,9 bis 4,3 Milliarden Euro steigern. Dabei dürfte auch eine Rolle spielen, wie stark er das Briefporto in Deutschland anheben kann. Im Jahr 2020 sollen es dann mehr als fünf Milliarden Euro sein, bekräftige der Konzern in einer Präsentation. An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an: Die Aktien stiegen vorbörslich um 1,2 Prozent.

Conti hebt überraschend die Ausschüttungsquote an

Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental will die Aktionäre nach einem schwachen Jahr mit einer höheren Dividende bei der Stange halten. Die Ausschüttung soll je Aktie um 25 Cent auf 4,75 Euro steigen, wie der Dax-Konzern am Donnerstag in Hannover mitteilte. Analysten hatten eine stabile Dividende erwartet. Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn fiel um knapp 3 Prozent auf 2,90 Milliarden Euro.

Rest eigentlich bekannt

Zahlen zum Tagesgeschäft hatte Conti bereits mitgeteilt. Der Umsatz war vom starken Euro gebremst um 0,9 Prozent auf 44,4 Milliarden Euro gestiegen, das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern allerdings um 13,3 Prozent auf 4,12 Milliarden gesunken. Die Verschuldung fährt Conti bereits seit längerem zurück und hat daher nicht mehr so hohe Zinsaufwendungen zu schultern.

Vonovia-Bilanz liegt im Rahmen der Erwartungen

Milliardenschwere Zukäufe im Ausland sowie höhere Mieteinnahmen haben Deutschlands größtem Immobilienkonzern auch 2018 zu deutlich mehr Gewinn verholfen. Zudem profitierte der Dax-Konzern von seinem Wohnungsbestand, Neubau sowie Dachaufstockungen, aber auch von seinen Dienstleistungen rund um das Gebäude.

Dividende wird angehoben

Das operative Ergebnis nach Zinsen und Steuern (FFO 1) erhöhte sich im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 1,07 Milliarden Euro, wie die im Dax notierte Gesellschaft am Donnerstag in Bochum mitteilte. Damit traf der Bochumer Immobilienkonzern seine obere Zielvorgabe. Von dem Gewinnzuwachs sollen auch die Aktionäre profitieren. Die Dividende soll für 2018 wie geplant um 12 Cent auf 1,44 Euro je Aktie klettern. 

Kurz & knapp:

Merck: Der Verkauf des Geschäfts mit rezeptfreien Arzneien an Procter & Gamble hat dem Darmstädter Dax-Konzern im vergangenen Jahr einen deutlichen Ergebnissprung beschert. Unter dem Strich erhöhte sich der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um knapp 30 Prozent auf 3,37 Milliarden Euro. Den Anlegern will der Dax-Konzern eine stabile Dividende von 1,25 Euro je Aktie zahlen. Der Umsatz kletterte auf Jahressicht leicht von 14,5 Milliarden Euro im Vorjahr auf 14,84 Milliarden Euro. Starke negative Währungseffekte drückten jedoch das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) um knapp 11 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro – Analysten hatten mit diesem Rückgang aber gerechnet.

Hugo Boss: Der Modekonzern Hugo Boss erwartet für das laufende Jahr ein weiteres Wachstum. So soll der Umsatz 2019 währungsbereinigt im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen, wie das Unternehmen am Donnerstag im schwäbischen Metzingen mitteilte. Beitragen soll dazu der Onlinehandel sowie ein überproportionales Wachstum in der Region Asien/Pazifik. Im Vorjahr hatte Hugo Boss die Erlöse währungsbereinigt um 4 Prozent auf knapp 2,8 Milliarden Euro gesteigert. Beim operativen Ergebnis will Hugo Boss stärker zulegen als beim Umsatz: Hier geht das Management um Konzernchef Mark Langer von einem hohen einstelligen Wachstum aus – nach einem Plus von lediglich 2 Prozent auf 347 Millionen Euro im Vorjahr.

Axel Springer: Ein schwacher Ausblick bringt die Aktie heute unter Druck. Dass Springer 2019 nur mit einem geringen Umsatzwachstum rechne und das bereinigte Ebitda nur auf dem 2018er Niveau erwartet werde, enttäuscht viele Anleger, sagte ein Händler.  Die Papiere verlieren heute deutlich und fallen unter die jüngste Unterstützung um die 49,50 Euro. Jetzt könnte weiteres Ungemach drohen.

Von Markus Weingran

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Foto: Birgit Reitz-Hofmann / Shutterstock.com

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