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Daimler: Aktie wegen skeptischen Analystenstimmen weiter unter Druck – 200-Tage-Linie in Gefahr

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Daimler: Aktie wegen skeptischen Analystenstimmen weiter unter Druck – 200-Tage-Linie in Gefahr

Daimler-Aktionäre werden weiter ausgebremst: Pessimistische Analystenkommentare belasten die Papiere des Autobauers. Am Freitag musste die Aktie als zweitschwächster Dax-Wert weitere 0,43 Prozent auf 50,92 Euro einbüßen. Der deutsche Leitindex hingegen präsentierte sich freundlich. Auch der europäische Automobilsektor legte zu und stieg um 0,6 Prozent. Am Vortag hatten die Daimler-Anteile im Zuge des Kapitalmarkttages der Stuttgarter schon um viereinhalb Prozent nachgegeben. Die neben den Sparzielen bekannt gegebene Ergebniszielspanne hatte enttäuscht.

BNP Paribas stuft ab

Als Reaktion darauf stufte nun die französische Bank Exane BNP Paribas die Daimler-Aktien von „Outperform“ auf „Neutral“ ab. Einige Banken senkten zudem ihre Kursziele für den Dax-Wert, so etwa Goldman Sachs von 42 auf 36 Euro oder die Commerzbank von 45 auf 41 Euro.

DZ will shorten

Die DZ Bank nahm die Titel in ihre Liste der „Equity Short-Ideen“ auf. Somit geht Analyst Michael Punzet davon aus, dass sich die Papiere in den kommenden Wochen unterdurchschnittlich entwickeln werden. Die Aussagen auf dem Kapitalmarkttag zu den Margen für 2020 bis 2022 seien enttäuschend gewesen, schrieb er. Den fairen Wert der Daimler-Aktie sieht er nun bei 33 statt bisher 36 Euro.

UBS sieht kurzfristig kein Potenzial

Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Daimler nach der Strategiepräsentation auf „Neutral“ mit einem Kursziel von 52 Euro belassen. Analyst Patrick Hummel bewertet die Umstrukturierungspläne als glaubwürdig. Kurzfristig sieht er aber kaum Kurspotenzial und gibt VW den Vorzug.

Der von Källenius angekündigte Sparkurs drückt auf die Laune der Anleger

Bei Daimler weht sei dem Antritt von Vorstandschef Ola Källenius vor sechs Monaten ein neuer Wind. Der Schwede fordert einen rigiden Sparkurs. Vor allem die strenger werdenden Vorgaben der EU für den Kohlendioxid-Ausstoß (CO2) der Neufahrzeuge setzen Daimler in den kommenden Jahren finanziell unter Druck – bei Pkw, Vans sowie Lastwagen und Bussen. Daimler will Stellen streichen und die Investitionen deckeln. Ein Aktienrückkaufprogramm, das den Aktienkurs stützten könnte, steht derzeit nicht auf der Agenda.

Die 2020er-Margenziele für Mercedes-Benz von mehr als vier Prozent hätten ihn am meisten enttäuscht, auch wenn Daimler die Gründe für die schwachen Ziele bereits vor der Kapitalmarkt-Veranstaltung erläutert habe, schrieb Commerzbank-Analyst Demian Flowers in seiner aktuellen Studie. Flowers hält zudem die angepeilten Margen von mehr als 6 Prozent für 2022 für zu optimistisch, denn sie hingen zu sehr ab von den Produktauffrischungen der S- und C-Klasse.

Die Daimler-Aktien hatten von Anfang Oktober bis Anfang November im Zuge der Rally am Gesamtmarkt um mehr als ein Viertel bis auf 54,50 Euro zugelegt. Mit dem aktuellen Kurs von 50,92 Euro stehen sie allerdings wieder unter der 21-Tage-Durchschnittslinie für den kurzfristigen Trend.

Auch die 200-Tage-Linie für den längerfristigen Trend, die derzeit bei 49,49 Euro verläuft, rückt nun wieder in den Blick. Fällt der Kurs darunter, drohen weitere Einbußen.

(onvista/dpa-AFX)

Titelfoto: Taina Sohlman / Shutterstock.com

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