Dax: Inflationsangst sorgt für deutlichen Marktrücksetzer – auch ein sehr optimistischer ZEW-Index bringt keine Erleichterung

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Die wieder entflammte Sorge an den Märkten um eine wachsende Inflation und vor allem höhere Rohstoffpreise setzt den Dax zunehmend unter Druck. Bis zum Mittag musste der Leitindex um knapp 2,5 Prozent nachgeben und notiert wieder nahe an der Marke von 15.000 Punkten.

Dax: Inflationsangst sorgt für deutlichen Marktrücksetzer – auch ein sehr optimistischer ZEW-Index bringt keine Erleichterung

Der MDax büßte zuletzt sogar 2,56 Prozent auf 31 621,47 Punkte ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 folgte mit rund zwei Prozent nach unten. Zuvor waren auch in den USA und Asien die Aktienmärkte auf Talfahrt gegangen, allen voran die Technologiewerte an der New Yorker Nasdaq.

Es sei schon erstaunlich, wie plötzlich das Inflationsthema wieder aufgetaucht sei, nachdem ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht am Freitag erst einmal solche Sorgen gedämpft hatte, sagte Analyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda. Mit der Inflation verbinden Anleger schon länger auch die Angst vor steigenden Zinsen, die die Finanzierungsbedingungen verschlechtern und Anleihen als alternative zu Aktien attraktiver machen können.

Starker ZEW-Index bringt auch keine Erleichterung

Knock-Outs zum DAX

Kurserwartung
Index wird steigen
Index wird fallen
Höhe des Hebels
510152030
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Keine Entlastung brachte der am Vormittag veröffentlichte ZEW-Index, der die Stimmung unter Finanzexperten misst – und stärker als erwartet verbesserte Konjunkturerwartungen hervorbrachte. Laut dem Helaba-Analysten Patrick Boldt ist dies ein positives Signal für den Ifo-Geschäftsklimaindex, der aber erst Ende Mai auf der Agenda steht.

Börsianer blicken angesichts sinkender Corona-Neuinfektionen so optimistisch auf die deutsche Konjunktur wie seit über 21 Jahren nicht mehr. Das Barometer ihrer Erwartungen für die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten sechs Monaten stieg im Mai um 13,7 auf 84,4 Zähler. Das sei der höchste Wert seit Februar 2000, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage unter 188 Analysten und Anlegern mitteilte. Im April hatte es noch einen Rückgang nach zuvor vier Anstiegen gegeben. Von Reuters befragte Ökonomen hatten diesmal nur mit einem Anstieg auf 72,0 Zähler gerechnet. Die konjunkturelle Lage wurde ebenfalls deutlich besser bewertet.

„Das Bremsen der dritten Covid-19-Welle hat die Finanzmarktexperten noch optimistischer werden lassen“, kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach die Ergebnisse der Umfrage. „Die Expertinnen und Experten rechnen mit einem deutlichen Wirtschaftsaufschwung in den nächsten sechs Monaten.“ Auch der Konjunkturausblick für das Eurogebiet und die USA habe sich erheblich verbessert.

„Der Aufschwung wird dank zu erwartender Öffnungen des Hotel- und Gaststättengewerbes und des Freizeitsektors in den kommenden Monaten vorankommen“, ist sich der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel, sicher. „In Anbetracht gut gefüllter Auftragsbücher wären eigentlichen auch die Weichen für ein kräftiges Anziehen der Industriekonjunktur gestellt.“ Besonders die starke Nachfrage aus den USA und China sorgt für Optimismus in den Betrieben.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt war im ersten Quartal wegen der Corona-Beschränkungen um 1,7 Prozent gefallen. Ab dem Frühjahr wird Europas größter Volkswirtschaft eine Erholung zugetraut. Im Gesamtjahr könnte es nach Prognose der Bundesregierung zu einem Wachstum von 3,5 Prozent reichen.

onvista/dpa-AFX/reuters

Titelfoto: Who is Danny / Shutterstock

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