Dax tut sich schwer – Kampf um 12.600-Punkte-Marke – Bilanzen der US-Banken und ZEW-Index stehen jetzt im Fokus

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Dax tut sich schwer – Kampf um 12.600-Punkte-Marke – Bilanzen der US-Banken und ZEW-Index stehen jetzt im Fokus

Die zuletzt verdrängten Sorgen um die Corona-Pandemie und den US-Handelsstreit mit China kehren am Dienstag an den deutschen Aktienmarkt zurück. Unter anderem hatte ein erneuter teilweiser Lockdown in Kalifornien am Vorabend den Anlegern an den US-Börsen die Stimmung verdorben. Nach zwei klaren Gewinntagen folgte der Dax dieser Vorgabe und den schwachen Asienbörsen. Momentan steht der Dax mit einem Minus von 1,45 Prozent bei knapp über 12.600 Punkten.

Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte verlor 1,79 Prozent auf 26502,18 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,4 Prozent nach unten. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial konnte am Vorabend nach einem zwischenzeitlich deutlichen Anstieg kaum noch Gewinne über die Ziellinie retten.

Kalifornien verschärft die Beschränkungen wieder

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Bei den Anlegern in New York zehrte es an dem zuvor noch spürbaren Optimismus für mögliche medizinische Gegenmittel in der Pandemie, dass Bars, Kinos und Museen im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat Kalifornien wieder schließen müssen. Außerdem sorgen sich die Anleger wieder mehr um die Beziehungen zwischen den USA und China, nachdem die US-Regierung weitgehende Gebietsansprüche Chinas im Südchinesischen Meer nun auch formell zurückwies.

„Umso länger dieser Stop-and-Go-Betrieb anhält, desto ungeduldiger dürften die Anleger an der Börse werden, die aufgrund gestiegener Kurse jetzt nur noch gute Nachrichten tolerieren“, kommentierte Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets die erneuten Maßnahmen in Kalifornien.

Im Tagesverlauf läuten die US-Großbanken JPMorgan, Citigroup und Wells Fargo mit ihren Zahlen die US-Bilanzsaison offiziell ein. „Der Verlauf der Berichtssaison wird sicherlich die Börsenrichtung für die kommenden Wochen vorgeben“, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Wegen der niedrigen Erwartungen hoffen Investoren auf zahlreiche positive Überraschungen.

In den USA mussten vor allem die schwergewichtigen Technologietitel ihrer jüngsten Rekordrally Tribut zollen. So verloren die Aktien von Alphabet, Amazon, Apple, Facebook und Microsoft zwischen einem halben und rund drei Prozent, nachdem die Titel bis auf Microsoft zuvor auf ihre jeweiligen Rekordhochs geklettert waren.

Die Rekordjagd in den vergangenen Wochen hat den Börsenwert der fünf größten US-Technologietitel auf rund 6,5 Billionen Dollar getrieben. Zum Vergleich: Europas größter Softwarehersteller SAP ist umgerechnet knapp 190 Milliarden Dollar wert und damit das wertvollste deutsche Unternehmen. Alle 30 Dax-Titel kommen derzeit auf eine Marktkapitalisierung von zusammen etwas mehr als 1,4 Billionen Dollar.

Ihre Aufmerksamkeit richten Anleger auch auf den ZEW-Index, der die Stimmung der deutschen Börsenprofis widerspiegelt. Vor dem Hintergrund der steigenden Corona-Infektionszahlen vor allem in den USA erwarten Experten für Juli einen Rückgang auf 60 Punkte von 63,4 Zählern im Vormonat. Außerdem stehen die Zahlen zur europäischen Industrieproduktion auf dem Terminplan. Hier prognostizieren Analysten für Mai ein plus von 14,5 Prozent nach einem Einbruch um 17,1 Prozent im Vormonat.

onvista/dpa-AFX/reuters

Titelfoto: H-AB/Shutterstock.com

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