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Deutsche Bank und Commerzbank hoffen auf Rückenwind aus Europa – Neue Fusionsgespräche ausgeschlossen

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Deutsche Bank und Commerzbank hoffen auf Rückenwind aus Europa – Neue Fusionsgespräche ausgeschlossen

Die Chefs von Deutscher und Commerzbank , Christian Sewing und Martin Zielke, hoffen nach der geplatzten Fusion ihrer Geldhäuser auf Rückenwind aus Europa. „Ich denke nicht, dass die Dreiteilung des deutschen Bankensektors sich verändern wird“, sagte Sewing am Freitag mit Blick auf den harten Wettbewerb zwischen Privatbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Daher könne sein Geldhaus „nicht allein auf Deutschland bauen“.

Vielmehr brauche die Bank „ein europäisches Netzwerk“, um in der schwierigen Lage für die Branche zu bestehen, sagte der Manager bei einer Veranstaltung in Frankfurt. Schließlich gebe es schon viele Zusammenschlüsse zwischen Geldhäusern innerhalb anderer Staaten. „Dadurch wird die Konkurrenz für uns stärker.“ Commerzbank-Chef Zielke hatte sich bereits zuvor für die Schaffung einer europäischen Bankenunion ausgesprochen. Diese könnte auch grenzüberschreitende Zusammenschlüsse zwischen Banken leichter und rentabler machen.

Zielke zeigte sich überzeugt, dass sich der Markt für Banken und Sparkassen auch in Deutschland verändern wird. Dabei solle man aber nicht nur über mögliche Fusionen und Übernahmen sprechen, sondern über die Veränderungen des Marktes an sich. „Europa sollte der Heimatmarkt sein“, sagte der Manager.

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Die Bankenbranche steht angesichts der anhaltenden Niedrigzinsen und einer verschärften Regulierung mit höheren Kapitalanforderungen unter Druck. Zielke will aber lieber auf die Möglichkeiten schauen, die sich durch die Veränderungen ergeben. Sewing verwies auf notwendige Investitionen in neue Technologien. „Die Hauptfrage ist, wie wir in drei, fünf oder sieben Jahren wettbewerbsfähig bleiben können.“ Daher solle man sich nicht nur mit kurzfristigen Problemen wie den Niedrigzinsen beschäftigen.

Keine neuen Verhandlungen geplant

Commerzbank-Chef Martin Zielke glaubt allerdings nicht an eine Neuaufnahme von Fusionsgesprächen mit der Deutschen Bank. Bei den Verhandlungen im Frühjahr habe man gesehen, dass ein Zusammengehen keinen Sinn mache, sagte Zielke am Freitag auf einem Bankenkongress in Frankfurt. „Ich sehe nicht, dass sich das ändert.“

Einige Beobachter erwarten, dass in wenigen Jahren eine Fusion von Commerzbank und Deutsche Bank wieder zum Thema werden könnte. Durch ihre laufenden Umbauprogramme würden sie Hindernisse für einen Zusammenschluss aus dem Weg räumen. Nach dem Scheitern der Fusionsgespräche Ende April hatten sowohl die Deutsche Bank als auch die Commerzbank einen Radikalumbau beschlossen. Die Deutsche Bank streicht weltweit 18.000 Stellen, zieht sich aus dem Aktienhandel zurück und stutzt in anderen Sparten. Die Commerzbank verkauft ihre Polen-Tochter mBank und baut weitere 4300 Arbeitsplätze ab.

Redaktion onvista / dap-AFX / Reuters

Foto: onvista

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