Durchbruch bei Verhandlungen über neuen europäischen Kampfjet

Reuters

Paris/Berlin (Reuters) - Deutschland, Frankreich und Spanien sind sich über die nächsten Schritte zur Entwicklung eines gemeinsamen europäischen Kampfflugzeugs einig.

Von den rund 3,5 Milliarden Euro, die die nächste Entwicklungsstufe des "Future Combat Air System (FCAS)"-Projekts kosten soll, bestreiten die drei Partner jeweils ein Drittel. Bisher war von 2,5 Milliarden Euro die Rede gewesen. Die französische Verteidigungsministerin Florence Parly und ihre Kolleginnen aus Deutschland und Frankreich, Annegret Kramp-Karrenbauer und Margarita Robles, verkündeten am Montag die Einigung über das größte europäische Rüstungsprojekt. Ein Streit über die Nutzungsrechte am geistigen Eigentum der Entwicklung hatte zu wochenlangen Verzögerungen geführt. Das sei nun geklärt, erklärte das Bundesverteidigungsministerium.

Der neue europäische Kampfjet soll von 2040 an nach und nach die französische Rafale sowie die spanischen und deutschen Eurofighter ablösen. Das insgesamt 100 Milliarden Euro schwere Projekt sei "für Frankreich, Deutschland und Spanien eines der wichtigsten Werkzeuge für ihre Souveränität und die Europas im 21. Jahrhundert", twitterte Parly. Daran beteiligt sind die Rüstungskonzerne Dassault für Frankreich, Airbus für Deutschland und Indra für Spanien.

Mit dem ersten Schritt sind französischen Regierungskreisen zufolge die Entwicklung des Designs für den Kampfjet und die Drohnen bis 2024 und der Bau sogenannter Demonstratoren für beide Objekte bis 2027 finanziell abgedeckt. Der Demonstrator für den Kampfjet baut auf dem Rafale-Triebwerk auf, so dass die Lieferanten MTU Aero Engines und Safran mehr Zeit für die Entwicklung eines eigenen Flugzeugmotors haben. Die unternehmerische Führung für den neuen Kampfjet liegt laut den Insidern bei Dassault, für die Drohne bei Airbus.

Die entsprechende Beschlussvorlage muss aber noch dem Haushaltsausschuss des Bundestages vorgelegt werden. Früheren Auskünften von Insidern zufolge muss das Verteidigungsministerium die Vorlage bis Mittwoch an das Finanzministerium weiterleiten, damit sie noch vor der Bundestagswahl im September verabschiedet werden kann.

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