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Erholung geht weiter: Dax steigt auf 12.500 Punkte

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Eine Rally sieht zwar anders aus, irgendwie dynamischer, mit mehr Schwung. Doch das Gesamtbild sagt: Der Dax legt zu, und das schon seit Tagen.

Erholung geht weiter: Dax steigt auf 12.500 Punkte

Der deutsche Aktienmarkt folgt weiter dem jüngst eingeschlagenen Erholungskurs, wenn auch nur verhalten. Der Dax startete mit einem Plus von 0,4 Prozent auf rund 12.500 Punkte. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Dax mit Gewinnen von knapp 3 Prozent einen Teil des vorangegangenen Kursrutsches wieder aufgeholt.

“Wir sehen noch nicht wieder grenzenlosen Optimismus bei den Anlegern, aber zumindest eine ordentliche Portion Zuversicht”, schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Die zwischenzeitliche Korrektur nach dem vorangegangenen Höhenflug sei für viele Investoren eine “willkommene Kaufgelegenheit” gewesen. Chartexperte Rocco Gräfe von Godmode Trader sieht den Dax in der neuen Woche derweil vor wichtigen charttechnischen Hürden. Deshalb sei es noch zu früh, von einer nachhaltigen Trendwende zu sprechen.

Da die Börsen in den USA und China zu Wochenbeginn geschlossen bleiben, rechnet Experte Altmann mit einem vergleichsweise ruhigen Handelstag in Deutschland. Analyst David Madden von CMC Markets verwies derweil auf positive Signale aus Japan, wo der Nikkei-225 -Index 2 Prozent im Plus geschlossen hatte.

Was macht die US-Notenbank?

Mit Spannung dürften Investoren am Mittwoch die Einschätzung der US-Notenbank Fed zur aktuellen Lage beäugen. Immerhin ist die Fed als erste der großen Notenbanken auf einen etwas restriktiveren Kurs der Geldpolitik eingeschwenkt. An den Kapitalmärkten seien gegenwärtig etwas mehr als drei Zinserhöhungen in diesem Jahr in den USA eingepreist, merkt die BayernLB an. “Der Konsens der Volkswirte erwartet in diesem Jahr insgesamt vier Zinsschritte”.

Steigende Zinsen aber könnten die Party an den Aktienbörsen vermiesen. Denn Anleihen gewinnen mit höheren Renditen im Verhältnis zu Aktien an Attraktivität. Auch verteuert sich mit steigenden Marktzinsen die Finanzierung der Unternehmen, was wiederum auf deren Profitabilität drückt. “Höhere Zinserwartungen scheinen die Anleger zu verschrecken”, sagt Stratege Craig Erlam vom Broker Oanda.

Ziel der Notenbanken müsse es sein, “galant” aus der Politik niedriger Zinsen herauszukommen, ohne die Anleihemärkte “ins Chaos zu stürzen”, schrieb Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research. Vor allem die Fed stehe vor der schwierigsten Aufgabe seit vielen Jahren. Ihre Entscheidungen beeinflussten Immobilien ebenso sehr wie Aktien und Anleihen. “Fast Alles hängt am Zins”.

Wie hoch steigt die Rendite?

Stratege Albert Edwards von der französchen Bank Societe Generale wirft in einem Marktkommentar die Frage, auf welches Niveau die Rendite zehnjähriger US-Anleihen steigen müsse, um die Aktienmärkte unter Druck zu setzen – und beantwortete sie gleich selbst: “Über 2,85 Prozent scheinen auszureichen, um Aktien absacken zu lassen”. Der Anstieg der US-Bonds über dieses Niveau hatte am Monatsanfang den Ausverkauf an den Börsen ausgelöst.

Als Grund hierfür macht der Stratege vor allem ein “groteskes Timing der Steueranreize von US-Präsident Trump” aus. In eine Phase ohnehin steigender Zinsen hinein erhöhe eine stark steigende Verschuldung der USA den Druck auf die Fed, die Zinsschraube noch rascher anzuziehen. Dies aber könne sogar zu einem Kollaps an den Finanzmärkten in den USA führen, warnte Edwards, der seit Jahren zu den kritischen Beobachtern der Geldpolitik der Notenbanken zählt.

Welche Zahlen liefern die Unternehmen?

Derweil nimmt die Quartalsberichtssaison von Unternehmen ihren Lauf. In der neuen Woche lassen sich mit der Deutschen Börse, HeidelbergCement, der Deutschen Telekom, Henkel und ProSiebenSat.1 mehrere Dax-Konzerne in die Bücher schauen.

Für Furore könnte am Donnerstag die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts über mögliche Dieselfahrverbote sorgen. Je nachdem, wie das Gericht entscheidet, könnten Kommunen weiter an Maßnahmen zur Luftreinhaltung gebunden sein – Diesel-Fahrverbote eingeschlossen. In diesem Szenario könnten die Kurse der Automobilhersteller unter Druck geraten.

onvista/dpa-AFX
Foto: Deutsche Börse

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