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Europäische Kommission erteilt Marktzulassung für Strensiq™ (Asfotase Alfa) zur Behandlung von Patienten mit ersten Symptomen von Hypophosphatasie (HPP) im Kindesalter

BUSINESS WIRE

– Strensiq ist die erste zugelassene Therapie für Patienten mit HPP, einer lebensbedrohlichen, extrem seltenen Stoffwechselerkrankung –

Alexion Pharmaceuticals, Inc. (NASDAQ:ALXN) gab heute bekannt, dass die Europäische Kommission die Marktzulassung für Strensiq™ (Asfotase Alfa) erteilt hat. Das Arzneimittel ist indiziert als langfristige Enzymersatztherapie bei Patienten mit ersten Symptomen von Hypophosphatasie (HPP) im Kindesalter zur Behandlung der Knochenmanifestationen der Erkrankung. In der Zusammenfassung der Produkteigenschaften heißt es, dass HPP mit mehreren Knochenmanifestationen verbunden ist, darunter Rachitis/Osteomalazie, Veränderungen des Calcium- und Phosphatstoffwechsels, Wachstumsstörungen und eingeschränkte Mobilität, Atmungsbeschwerden, die künstliche Beatmung erfordern können, sowie auf Vitamin-B-Gaben ansprechende Krampfanfälle. Strensiq ist das erste in der EU zugelassene Arzneimittel für Patienten mit HPP, einer lebensbedrohlichen, extrem seltenen Stoffwechselerkrankung. Alexion geht davon aus, dass das Arzneimittel im Oktober in Deutschland erhältlich sein wird, und beginnt nun die Kostenerstattungsverfahren mit den Gesundheitsbehörden in allen großen EU-Mitgliedstaaten.

„Hypophosphatasie ist eine extrem seltene Störung, die für die Patienten und ihre Angehörigen mit verheerenden Konsequenzen verbunden sein kann. Ohne Behandlung kommen unter Umständen erhebliche Probleme hinsichtlich Entwicklung, Wachstum und Mobilität auf die Patienten zu, wobei insbesondere bei Kleinkindern ein extrem hohes Mortalitätsrisiko besteht“, so Dr. med Christine Hofmann, Kinderärztin am Universitätsklinikum Würzburg, Abteilung Pädiatrische Rheumatologie und Osteologie. „Ich freue mich sehr, dass den Patienten mit ersten Symptomen von HPP im Kindesalter in Europa nun eine zugelassene Therapie zur Verfügung steht, mit der die zugrunde liegende Ursache dieser erblich bedingten, lebenslangen Stoffwechselerkrankung behandelt wird, indem die gewebeunspezifische alkalische Phosphatase ersetzt wird.“

HPP ist eine erbliche, progrediente Stoffwechselerkrankung, die sich mit verheerenden Konsequenzen auf mehrere Organsysteme des Körpers auswirkt und zu behindernden oder lebensbedrohlichen Komplikationen führt. Sie ist eine extrem seltene Krankheit, definiert als Erkrankung, von der weniger als 20 Patienten je Million Menschen der Allgemeinbevölkerung betroffen sind.1 HPP ist durch mangelnde Knochenmineralisierung gekennzeichnet, welche zur Deformierung von Knochen und anderen Skelettanomalien sowie zu systemischen Komplikationen, wie erheblicher Muskelschwäche, Krampfanfällen und bei Kleinkindern zu respiratorischer Insuffizienz mit Todesfolge führen kann.2-6

„Als erste zugelassene Therapie für im Kindesalter beginnende HPP in Europa ist Strensiq eine innovative Therapie für Patienten, die von dieser verheerenden, lebensbedrohlichen und extrem seltenen Krankheit betroffen sind. Wir freuen uns, dass die EU-Zulassung die Behandlung für alle Patienten zugänglich macht, deren HPP-Symptome vor dem 18. Lebensjahr einsetzten“, so David Hallal, Chief Executive Officer von Alexion. „Wir danken den Studienleitern, Patienten und Angehörigen, die an den klinischen Studien teilgenommen und damit die Zulassung ermöglicht haben, und wir beginnen nun die Kostenerstattungsverfahren mit Landesbehörden in ganz Europa, um sicherzustellen, dass Strensiq, eine lebensverändernde Therapie, den Patienten mit HPP-Symptomen im Kindes- und Jugendalter so bald wie möglich zur Verfügung steht.“

Die Kommission erteilte die Marktzulassung für Strensiq als langfristige Enzymersatztherapie bei Patienten mit ersten HPP-Symptomen im Kindesalter zur Behandlung der Knochenmanifestationen der Erkrankung. In der Produktbeschreibung heißt es, dass HPP mit mehreren Knochenmanifestationen verbunden ist, darunter Rachitis/Osteomalazie, Veränderungen des Calcium- und Phosphatstoffwechsels, Wachstumsstörungen und eingeschränkte Mobilität, Atmungsbeschwerden, die künstliche Beatmung erfordern können, sowie auf Vitamin-B-Gaben ansprechende Krampfanfälle. Der Spontanverlauf unbehandelter Hypophosphatasie im Kleinkindalter verweist auf hohe Mortalität, wenn Beatmung erforderlich ist. In der Produktbeschreibung heißt es weiter, dass 71 Prozent der Kleinkinder, die mit Strensiq behandelt wurden und Beatmungsunterstützung benötigten, weiterhin überleben und die Behandlung fortsetzen.

Die von der Kommission erteilte Zulassung von Strensiq gilt für alle 28 EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Norwegen und Liechtenstein und folgte auf die im Juni 2015 abgegebene positive Stellungnahme des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP). Außerdem wurde Strensiq vom japanischen Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales und von Health Canada für die Behandlung von HPP zugelassen. Die FDA erteilte Strensiq den Status einer Breakthrough Therapy (bahnbrechenden Therapie) und der von Alexion gestellte BLA-Antrag (Zulassungsantrag für ein Biologikum) für Strensiq wurde zur prioritären Prüfung angenommen.

Klinische Daten

Die Zulassung von Strensiq in der EU basierte auf Daten aus vier zulassungsrelevanten klinischen Studien und zugehörigen Erweiterungsstudien mit 68 Patienten (von Neugeborenen bis zum Alter von 66 Jahren), deren HPP-Symptome im Kindesalter eingesetzt hatten. Die Studienergebnisse zeigten, dass Patienten mit HPP-Symptomen im Kindesalter, die mit Strensiq behandelt wurden, rapide und nachhaltige Verbesserungen der Knochenmineralisierung aufwiesen, wie anhand der Radiographic Global Impression of Change bzw. RGI-C-Skala gemessen wurde. Mit dieser Skala wird der Schweregrad von Rachitis anhand von Röntgenaufnahmen bewertet. Die Probanden der klinischen Studien wiesen zudem Verbesserungen der Skelettstruktur auf, welche von Röntgenaufnahmen von Gelenken, dem histologisch untersuchten Erscheinungsbild von Knochenbiopsiematerial und offensichtlichem Aufholen an Körpergröße belegt wurden.

Zu den am häufigsten beobachteten unerwünschten Ereignissen gehörten Reaktionen an den Einstichstellen und unerwünschte injektionsbezogene Reaktionen. Die Mehrzahl dieser Reaktionen war nicht gravierend und durch einen leichten bis mittelschweren Verlauf gekennzeichnet.

Über Hypophosphatasie (HPP)

HPP ist eine erbliche, chronisch-progrediente, extrem seltene Stoffwechselerkrankung, die durch mangelnde Knochenmineralisierung gekennzeichnet ist, welche zur Zerstörung und Deformierung von Knochen, erheblicher Muskelschwäche, Krampfanfällen, respiratorischer Insuffizienz und vorzeitigem Tod führen kann.2-6

HPP wird durch Mutationen des Gens verursacht, das ein als TNSALP (gewebeunspezifische alkalische Phosphatase) bezeichnetes Enzym codiert.2,3 Der erblich bedingte Mangel bei HPP kann Menschen aller Altersstufen betreffen.2 HPP wird traditionell nach dem Alter der Patienten beim Einsetzen der Krankheitssymptome klassifiziert. Man spricht von HPP im Kindes- und Jugendalter, wenn sich die ersten Symptome vor dem 18. Lebensjahr manifestieren.

HPP kann in jedem Lebensalter mit verheerenden Folgen für die Patienten verbunden sein.2 Im Rahmen einer Spontanverlaufsstudie wurde von einer hohen Mortalitätsrate berichtet, wenn die ersten HPP-Symptome innerhalb der ersten 6 Lebensmonate auftraten, wobei die Gesamtmortalität bis zum 5. Lebensjahr in diesen Fällen bei 73 Prozent lag.7 Die Haupttodesursache bei diesen Patienten besteht in respiratorischer Insuffizienz.2,6,8 Patienten, die das Jugend- und Erwachsenenalter erreichen, leiden in vielen Fällen an klinischen Langzeitfolgen wie rezidivierende und nicht-heilende Knochenbrüche, schwere Muskelschwäche, starke Schmerzen und die Notwendigkeit, Mobilitäts- bzw. Gehhilfen wie Rollstühle, Rollatoren und Gehstöcke zu verwenden.2,5

Über Strensiq™ (Asfotase Alfa)

Strensiq™ (Asfotase Alfa) ist eine neuartige Enzymersatztherapie, mit der die einer HPP-Erkrankung zugrunde liegende Ursache, eine mangelnde Aktivität der gewebeunspezifischen alkalischen Phosphatase (TNSALP), bekämpft werden soll. Eine Behandlung mit Strensiq ersetzt das defekte Enzym, um die mangelhafte Skelettmineralisierung zu verhindern oder zu beheben und auf diese Weise gravierenden Skelettanomalien, systemischer Patientenmorbidität und vorzeitigen Todesfällen vorzubeugen.

Strensiq ist in Japan und Kanada als Therapie für Patienten mit HPP zugelassen und die US-amerikanische FDA hat einen Zulassungsantrag für ein Biologikum (BLA) für Strensiq zur prioritären Prüfung angenommen.

Wichtige Sicherheitsinformationen

Bei Patienten, die mit Strensiq behandelt wurden, treten unter Umständen allergieartige Überempfindlichkeitsreaktionen auf, darunter Urtikaria, Atembeschwerden und/oder Kreislaufkollaps. Die Verabreichung von Strensiq kann Reaktionen an der Einstichstelle hervorrufen.

Bei Patienten unter 5 Jahren sind Kraniosynostosen berichtet worden. Bei mit Strensiq behandelten Patienten wurden Binde- und Hornhautkalzifikationen des Auges und Nephrokalzinosen beobachtet. Bisher liegen ungenügend Daten vor, um eine Kausalbeziehung zwischen der Strensiq-Exposition und einer Progredienz der Kraniosynostose bzw. zwischen der Strensiq-Exposition und einer ektopischen Kalzifikation festzustellen.

Die Parathormonkonzentration im Serum kann bei mit Strensiq behandelten Patienten ansteigen. Patienten, die Strensiq erhalten, können eine unverhältnismäßige Gewichtszunahme aufweisen.

Über Alexion

Alexion ist ein globales Biopharmaunternehmen, das lebensverändernde Arzneimitteltherapien für Patienten mit schweren und seltenen Krankheiten erforscht, entwickelt und vermarktet. Das Unternehmen hat Soliris® (Eculizumab), den ersten und einzigen zugelassenen Komplementinhibitor, entwickelt und vermarktet. Das Arzneimittel dient der Behandlung von Patienten mit PNH (paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie) und aHUS (atypisches hämolytisch-urämisches Syndrom), zwei extrem seltene und lebensbedrohliche Krankheiten. Alexion baut zudem ein weltweit führendes Franchise zur Bekämpfung seltener Stoffwechselerkrankungen auf, darunter Kanuma™ (Sebelipase Alfa) bei einem Mangel an lysosomaler saurer Lipase (LAL-d) und Strensiq™ (Asfotase Alfa) für Hypophosphatasie (HPP). Darüber hinaus treibt Alexion die vielversprechendste Pipeline in der Biotechnologiebranche zur Behandlung seltener Erkrankungen mithilfe hochgradig innovativer Produktkandidaten in unterschiedlichen therapeutischen Bereichen weiter voran. Als Weltmarktführer auf dem Gebiet der Komplementinhibition stärkt und erweitert das Unternehmen sein Portfolio an Komplementinhibitoren auf mehreren Plattformen. Hierzu zählt die Evaluierung potenzieller Indikationen für Soliris bei weiteren schweren und extrem seltenen Erkrankungen. Diese Pressemitteilung und weitere Informationen über Alexion sind erhältlich unter: www.alexion.com.

[ALXN-G]

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen, einschließlich Aussagen in Zusammenhang mit potenziellem medizinischem Nutzen von Strensiq(Asfotase Alfa) für Hypophosphatasie (HPP). Zukunftsgerichtete Aussagen unterliegen Faktoren, die dazu führen können, dass die Ergebnisse und Pläne von Alexion von den Prognosen abweichen. Hierzu zählen beispielsweise Entscheidungen von Aufsichtsbehörden im Hinblick auf Marktzulassungen oder wesentliche Einschränkungen bei der Vermarktung von Strensiq für HPP, Verzögerungen bei der Vorbereitung der erforderlichen Produktionsanlagen und der Bereitstellung der kommerziellen Infrastruktur für Strensiq für HPP, die Möglichkeit, dass Ergebnisse klinischer Studien nicht von prädiktivem Wert für die Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten von Strensiq bei größeren oder anderen Patientenpopulationen sind, das Risiko, dass Kostenträger (einschließlich staatlicher Stellen) nicht zu tragbaren Konditionen oder überhaupt für die Nutzung von Strensiq aufkommen, das Risiko, dass Prognosen im Hinblick auf die Anzahl der mit Strensiq behandelten Patienten und die Beobachtungen zur Spontanentwicklung der mit Strensiq behandelten Patienten nicht zutreffend sind, sowie eine Reihe anderer Risiken, die in regelmäßigen Abständen in den bei der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde SEC eingereichten Unterlagen ausgeführt werden. Hierzu gehören unter anderen insbesondere die Risiken, die in dem Quartalsbericht von Alexion auf Formblatt 10-Q für den Zeitraum bis einschließlich 30. Juni 2015 dargelegt sind. Alexion beabsichtigt nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren, um Ereignissen oder Umständen Rechnung zu tragen, die nach dem Datum dieser Mitteilung eintreten, sofern es nicht gesetzlich dazu verpflichtet ist.

Quellen

1.   VERORDNUNG(EU) NR. 536/2014 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 16. April 2014 über klinische Prüfungen mit Humanarzneimitteln und zur Aufhebung der Richtlinie 2001/20/EG.

http://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/PDF/?uri=CELEX:32014R0536&qid=1421232837997&from=EN

2. Rockman-Greenberg C. Hypophosphatasia. Pediatr Endocrinol Rev. 2013; 10(suppl 2):380-388. 3. Whyte MP. Hypophosphatasia: nature’s window on alkaline phosphatase function in humans. In: Bilezikian JP, Raisz LG, Martin TJ, eds. Principles of Bone Biology. Vol 1. 3rd ed. San Diego, CA: Academic Press; 2008:1573-1598. 4. Whyte MP, Greenberg CR, Salman N, et al. Enzyme-replacement therapy in life-threatening hypophosphatasia. N Engl J Med. 2012; 366(10):904-913. 5. Seshia SS, Derbyshire G, Haworth JC, Hoogstraten J. Myopathy with hypophosphatasia. Arch Dis Child. 1990; 65(1):130-131. 6. Baumgartner-Sigl S, Haberlandt E, Mumm S, et al. Pyridoxine-responsive seizures as the first symptom of infantile hypophosphatasia caused by two novel missense mutations (c.677T>C, p.M226T; c.1112C>T, p.T371I) of the tissue-nonspecific alkaline phosphatase gene. Bone. 2007; 40(6):1655-1661. 7. Whyte MP, Leung E, Wilcox W, et al. Hypophosphatasia: a retrospective natural history study of the severe perinatal and infantile forms. Posterpräsentation auf der gemeinsamen Tagung der Pediatric Academic Societies und Asian Society for Pediatric Research 2014, Vancouver, B.C., Kanada, 5. May 2014. Abstract 752416. 8. Whyte MP, Rockman-Greenberg C, Hofmann C, et al. Improved survival with asfotase alfa treatment in pediatric patients with hypophosphatasia at high risk of death. Posterpräsentation auf der Jahrestagung der American Society for Bone and Mineral Research (ASBMR) 2014, Houston, 14. September 2014. Abstract 1097.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

Originalversion auf businesswire.com ansehen: http://www.businesswire.com/news/home/20150831006317/de/

Alexion Pharmaceuticals, Inc. Medienvertreter: Stephanie Fagan, 203-271-8223 Senior Vice President, Corporate Communications oder Kim Diamond, 203-439-9600 Executive Director, Corporate Communications oder Investoren: Elena Ridloff, CFA, 203-699-7722 Executive Director, Investor Relations

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