Geldvermögen der Deutschen auf Rekordstand - Auslandsaktien beliebt wie nie

Reuters

Frankfurt (Reuters) - Die Deutschen werden trotz Corona-Krise und jahrelanger Ultratiefzinsen auf Erspartes immer reicher.

Das Geldvermögen der privaten Haushalte stieg im dritten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorquartal um 1,6 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 6,74 Billionen Euro, wie die Bundesbank am Freitag in Frankfurt mitteilte. "Die Entwicklungen im Berichtsquartal waren erneut durch eine hohe Ersparnisbildung und die anhaltende Erholung am Kapitalmarkt geprägt", erklärte die Notenbank. Die Dynamik der Entwicklung habe allerdings etwas nachgelassen. Im zweiten Quartal hatte das Geldvermögen um vier Prozent zugenommen.

Sicherheit spielt hierzulande bei der Vermögensbildung weiterhin eine wichtige Rolle. Die Haushalte bauten im dritten Quartal ihr Engagement in Bargeld und Einlagen um 41 Milliarden Euro aus. Die Ansprüche an Versicherungen nahmen um 19 Milliarden Euro zu. "Gleichzeitig erlebte das Engagement der privaten Haushalte auf dem Kapitalmarkt zuletzt einen rasanten Aufschwung", erläuterte die Bundesbank. So seien Aktien und Fondsanteile im Volumen von 20 Milliarden Euro erworben worden. Dabei seien Aktien ausländischer Unternehmen "beliebt wie nie zuvor" gewesen.

Die Haushalte nutzten die ultratiefen Zinsen wie schon in den vergangenen Quartalen, um sich günstige Kredite bei Banken zu besorgen - vor allem Wohnungsbaukredite von heimischen Instituten. Insgesamt nahmen die Verbindlichkeiten der Haushalte im dritten Quartal um 28 Milliarden Euro auf 1,94 Billionen Euro zu.

Weitere News

weitere News
Weitere Reuters-News
alle Artikel anzeigen

Derivate-Wissen

Sie glauben, der Kurs des "DAX" steigt?

Mit Bonus-Zertifikaten können Sie an steigenden Index-Kursen teilhaben.

Erfahren Sie mehr zu Bonus-Zertifikaten