Gibt es eine „sichere Dividende“? Wenn ja, wie sieht sie aus?

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Gibt es eine „sichere Dividende“? Wenn ja, wie sieht sie aus?

Foolishe Einkommensinvestoren und Dividendenjäger suchen eigentlich vorrangig nach einer Sache: Nach einer sicheren Dividende. Natürlich sollte die jeweilige Aktie auch vergleichsweise günstig bewertet sein. Oder hohe, passive Einkünfte generieren. Aber eine sichere Dividende mit einem soliden Ertragspotenzial ist das, was wohl prägend für die meisten Einkommensansätze ist.

Aber mal Hand auf’s Herz: Gibt es überhaupt eine sichere Dividende? Und wenn ja, wie sieht sie aus? In den letzten Wochen und Monaten haben wir jedenfalls mehrere Beispiele dafür gesehen, wie eine sichere Dividende nicht aussieht. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was wir diesbezüglich alles zusammentragen können.

Sichere Dividende: Das ist sie jedenfalls nicht

Um uns unserer Zielvorstellung einer sicheren Dividende nähern zu können, riskieren wir heute zunächst einen Blick darauf, was eine sichere Dividende jedenfalls nicht ist. Beziehungsweise welche Indikatoren dich in die Irre führen können. Teilweise ist das in den letzten Wochen und Monaten seit dem Corona-Crash jedenfalls passiert.

Wie wir anhand gängiger und prägender Beispiele aus dem Öl-Segment erkennen können, ist die Dividendenhistorie ein wenig zuverlässiger Indikator für eine sichere Dividende. Anhand dieses Rückblicks können wir zwar erkennen, wie historisch sicher ein Ausschüttungsverlauf gewesen ist. Das muss jedoch bloß eine begrenzte Aussagekraft für die Zukunft besitzen.

Gleichzeitig sollten Foolishe Investoren zyklische Geschäftsmodelle bei dem Vorhaben „sichere Dividende“ ausklammern. Zyklische Aktien zeigen immer Aufs und Abs im operativen Alltag. Für eine stabile Ausschüttung, möglicherweise sogar ein beständiges, moderates Wachstum ist das wiederum Gift. Das gilt, zumindest für mich, gleichsam auch für alle Aktien, deren operativer Erfolg von externen Faktoren wie beispielsweise Rohstoffpreisen maßgeblich abhängig ist.

Zu guter Letzt können wir außerdem noch festhalten: Sicher ist keine Dividende, die weitgehend am Limit ist. Ein hohes Ausschüttungsverhältnis gemessen am Gewinn oder freien Cashflow sollte ebenfalls ein Warnzeichen sein. Trotz der Historie können Dividendenkürzungen jedenfalls eine mögliche Folge sein.

Nähern wir uns dem Thema …

Jetzt haben wir in einigen Absätzen definiert, was alles eine unsichere Dividende sein kann. Zugegebenermaßen mag es auch noch andere Faktoren geben, die hier mitspielen können. Allerdings hilft uns das zu definieren, was eine sichere Dividende ist.

Eine erste wichtige Erkenntnis dabei: Die Gegenwart ist relevant. Eine Dividende ist bloß dann sicher, wenn sie gerade jetzt den Anschein macht, besonders stark und robust zu sein. Das betrifft allerdings nicht bloß fundamentale Kennzahlen. Nein, sondern vor allem auch das Geschäftsmodell im Mix mit fundamentalen Kennzahlen.

Oder, ganz konkret: Eine sichere Dividende sollte eine Aktie zugrunde liegen haben, deren Geschäftsmodell zeitlos, defensiv und wenig schwankungsanfällig für Wirtschaftszyklen ist. Oder aber abhängig von Rohstoffpreisen oder anderen externen Faktoren. Was solche Geschäftsmodelle sein können? An dieser Stelle fällt mir zum Beispiel der Lebensmittel- und Getränkebereich ein. Oder aber ausgewählte Ansätze im Immobilienbereich. Oder nichtzyklische Konsumgüter aus dem Hygienebereich. Das sind Dinge, die teilweise Bedarfe des Alltags abdecken können.

Doch auch hier gibt es Einschränkungen: Eine wirklich sichere Dividende sollte moderate Ausschüttungsquoten besitzen. Welchen Richtwert man hierbei anvisiert, mag Geschmackssache sein. Wenn eine 8 oder 9 ganz vorne bei der Prozentzahl steht, könnte das jedoch ein Grund zur Besorgnis sein. Die Historie kann ein Indikator sein, wichtiger ist jedoch möglicherweise eine Ausschüttungspolitik, die auf Konstanz bedacht ist. Mit einem defensiven, zeitlosen Geschäftsmodell kann das eine Quelle zuverlässigen Dividendeneinkommens bedeuten.

Sichere Dividende? Ein schwammiger Begriff …

Wie wir letztlich sehen können, ist eine sichere Dividende etwas, das gar nicht so leicht zu definieren ist. Fest steht für mich jedoch: Sicherheit kommt bei den Ausschüttungen nicht von der Historie, sondern vom Geschäftsmodell und dem Fokus auf die Gegenwart mit leichtem Blick in die Zukunft. Hieran sollte Nachhaltigkeit und Sicherheit gemessen werden.

Warum die Frage nach einer solchen Ausschüttung überhaupt wichtig ist? Gute Frage! Sie kann auch dir helfen, die besten Dividendenaktien zu identifizieren und über Jahre und Jahrzehnte solide wachsende passive Einkünfte zu ergattern. Und das ist, wie gesagt, eigentlich das oberste Ziel vieler Einkommensinvestoren.

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