Gutachten sieht gute Lage der Verbraucher - Transparenz bei Digitalisierung nötig

Reuters

Berlin (Reuters) - Experten halten die Lage der Verbraucher in Deutschland insgesamt für gut, mahnen jedoch Handlungsbedarf der Politik in einigen Bereichen an.

Gutachten sieht gute Lage der Verbraucher - Transparenz bei Digitalisierung nötig

Die Situation der Konsumenten sei allgemein "nicht grundsätzlich besorgniserregend", erklärte der Sachverständigenrat für Verbraucherfragen (SVRV) am Dienstag in einem Gutachten für die Bundesregierung. "Ein generelles Bild lässt sich nicht zeichnen", betonten die Fachleute. Denn trotz insgesamt guter Rahmenbedingungen gebe es Klagen von Konsumenten und Verbraucherverbänden zu bestimmten Themen.

Die Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz Christine Lambrecht räumte ein, dass etwa bei Künstlicher Intelligenz (KI), beim Onlinehandel, bei Apps oder beim Lobbyismus Transparenz wichtig sei. Die Verbraucher wollten wissen, welche Entscheidungen auf Basis von KI zustande kommen. Es sei zudem nötig, die digitalen Kompetenzen der Bevölkerung zu stärken - und dies gelte nicht nur für ältere Menschen, sagte die SPD-Politikerin. Die Corona-Krise habe dazu geführt, dass die Deutschen inzwischen der Digitalisierung positiver gegenüberstehen, sagte der Vorsitzende des Beratergremiums, Peter Kenning.

Das SVRV-Gutachten zeigt laut Digitalverband Bitkom, dass in Zeiten von Homeoffice und Online-Unterricht eine starke Digitalkompetenz der Verbraucher wichtiger sei denn je. "Es muss dringend dafür gesorgt werden, dass die Fähigkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit Informationen und Angeboten im Netz besser vermittelt wird", sagte Bitkom-Expertin Susanne Dehmel, die die Wirtschaft in dem Gremium vertritt. Hier seien Schulen, Volkshochschulen oder Institutionen wie die Bundeszentrale für politische Bildung gefragt.

Die Pandemie hat dem Bericht zufolge die Zufriedenheit der Deutschen mit ihrer Wohnsituation kaum beeinträchtigt. Strukturell problematisch sei aber in den Bereichen Wohnen und Mobilität ein Zielkonflikt. Denn die Menschen wollten ruhig und "bezahlbar" wohnen – was sich allerdings vor allem in Großstädten nicht leicht realisieren lasse. Deshalb wohnten viele Menschen im Umland oder auf dem Land. Berufsbedingtes Pendeln dämpfe dann wiederum ihre Lebenszufriedenheit.

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