Italiens Notenbankchef - Vor allem kleinere Banken von Virus-Krise betroffen

Reuters

Rom/Frankfurt (Reuters) - Die Virus-Krise setzt nach Einschätzung der italienischen Notenbank kleineren Geldhäusern des Landes stärker zu als heimischen Großbanken.

Ein Grund sei der Aufbau der Kreditportfolien, sagte Italiens Notenbank-Gouverneur Ignazio Visco am Freitag in einem Online-Workshop zur europäischen Bankenbranche. Italiens Bankenlandschaft gilt als zersplittert. Einigen Großbanken wie etwa Unicredit und Intesa Sanpaolo stehen eine Vielzahl von kleineren und regionalen Instituten gegenüber.

In seiner Rede ging Visco auch auf Probleme im Zusammenhang mit den neuen Abwicklungsregeln für Banken in Europa ein. Diese würden - nach Stand Ende 2019 - wahrscheinlich in der Euro-Zone nur für rund 200 Geldhäuser von insgesamt etwa 3000 Instituten gelten. Die nicht einbezogenen Geldhäuser seien im Nachteil und dies hänge mit den sehr unterschiedlichen Insolvenzregeln in den einzelnen Ländern zusammen.

Der Europäische Rechnungshof hatte am Donnerstag einen Bericht zur Bankenabwicklung in der EU vorgelegt. Darin kritisierte er, dass das Verfahren, welches mit der Einrichtung der EU-Behörde zur Abwicklung maroder Banken (SRB) geschaffen wurde, immer noch Schwachstellen zeige. Dabei wies er unter anderem darauf hin, dass der Abwicklungsrahmen und die verschiedenen Insolvenzregelungen in den einzelnen Ländern besser abgestimmt werden müssten.

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