IW-Institut - Deutsche Wirtschaft bricht 2020 um neun Prozent ein

Reuters

Berlin (Reuters) - Das IW-Institut sagt wegen der Coronakrise einen Einbruch der deutschen Wirtschaftsleistung von neun Prozent in diesem Jahr voraus.

Die arbeitgebernahen Ökonomen sind mit ihrer am Montag veröffentlichte Prognose deutlich skeptischer als die Bundesregierung, die bisher mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 6,3 Prozent rechnet. Für 2021 erwartet das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ein BIP-Wachstum von acht Prozent. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass es nicht zu einem zweiten Lockdown komme. "Aus volkswirtschaftlicher Sicht wäre das der Super-GAU", sagte IW-Direktor Michael Hüther.

Sinkende Konsumausgaben und schrumpfende Investitionen ließen die deutsche Wirtschaft bereits zum Jahresanfang einbrechen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel von Januar bis März um 2,2 Prozent zum Vorquartal und damit so stark wie seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 nicht mehr. Insgesamt ist laut IW im laufenden Jahr nur noch begrenzt mit Erholung zu rechnen. Aufgrund der vielen Beschränkungen komme der Konsum nur schwer in Gang, und Nachholeffekte seien kaum möglich. "Die globale Verunsicherung hat auch zur Folge, dass Investitionen ausbleiben", sagte IW-Konjunkturexperte Michael Grömling. Das Wirtschaftsleistung werde deshalb erst ab dem dritten Quartal 2021 das Vorkrisenniveau erreichen. Für die globale Konjunktur rechnet das IW mit einem BIP-Rückgang von über vier Prozent 2020 - "der stärkste Einbruch in der Nachkriegszeit".

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