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K+S hat Probleme ++ Bayer holt sich Geld ++ Täglich grüßt das Trumpeltier

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K+S hat Probleme ++ Bayer holt sich Geld ++ Täglich grüßt das Trumpeltier

Eine drohende Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China sorgt für Nervosität an den Aktienmärkten. US-Präsident Donald Trump kündigte neue Zöllen auf chinesische Waren im Volumen von 200 Milliarden Dollar an, sollte die Regierung in Peking ihre geplanten Vergeltungszölle für frühere US-Zölle tatsächlich umsetzen. Die Regierung in Peking sprach von Erpressung und kündigte Gegenmaßnahmen an, sollten die USA die Ankündigung wahr machen.

An den Börsen in Asien gab es deswegen deutliche Verluste. Der Nikkei-Index in Tokio gab 1,5 Prozent nach, der chinesische Shanghai Composite fiel um drei Prozent auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren. Auch die US-Börsen reagierten nicht erfreut über die neuen Ankündigungen ihres Präsidenten. Der Leitindex Dow Jones beendete die Sitzung 0,4 Prozent tiefer bei 24.987 Punkten, während die Technologiebörse Nasdaq fast unverändert bei 7747 Stellen blieb. Der S&P500 fiel um 0,2 Prozent auf 2773 Punkte.

Neben den schlechten Vorgaben aus Übersee wird der Dax zusätzlich durch die Asyl-Streitigkeiten der beiden Schwesterparteien CDU und CSU belastet. Aktuell ist keine Seite wirklich darum bemüht die Situation zu entschärfen. Eher das Gegenteil ist der Fall. Zwischen den Gesprächen mit den Staatsoberhäuptern von Italien und Frankreich hat die Bundeskanzlerin durch die Blume mit einer Entlassung Seehofer gedroht, sollte dieser einen Alleingang starten.

Sollte die Kanzlerin ihren Innenminister wirklich vor die Tür setzen, dann wäre das Ende der aktuellen Regierung wohl besiegelt, da sich Seehofer bereits am Montag Rückendeckung von seiner Partei geholt hatte. Je länger der Zwist jetzt dauert, desto größer dürfte die Belastung für den Dax werden, da sich mittlerweile immer mehr in den Streit zwischen CDU und CSU einmischen.

Der DAX startet daher deutlich im Minus. Die gesamte Nachrichtenlage ist, vorsichtig formuliert, nicht wirklich die Beste für steigende Kurse, da die Risiken wieder größer werden. Die Gewinne nach der EZB-Entscheidung sind mittlerweile mehr als aufgebraucht.

Im Fokus der Anleger dürften heute vor allen Dingen konjunkturabhängige Aktien und Branchen stehen. Automobilwerte, die Kurse der Hersteller von Industrieanlagen und Technologie-Aktien könnten stärker unter Druck geraten.

Diese Papiere leiden unter den Auswirkungen eines globalen Handelskonflikts weitaus stärker als beispielsweise die vom privaten Konsum abhängigen Sektoren wie Lebensmittelhersteller und Telekomanbieter.

Bayer gibt Anleihen aus

Der Bayer -Konzern hat sich für die Finanzierung der milliardenschweren Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto weitere Mittel gesichert. Die Leverkusener begaben neue Anleihen über 15 Milliarden Dollar (rund 12,9 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Dienstag in Leverkusen mitteilte. Demnach wurden bei internationalen institutionellen Investoren acht Tranchen mit Laufzeiten von drei bis 30 Jahren platziert.

Die Nachfrage nach den neuen Bayer-Anleihen war hoch. Nach Unternehmensangaben war die Platzierung rund dreifach überzeichnet. Bayer hatte Monsanto samt übernommener Schulden für 63 Milliarden Dollar (rund 54 Milliarden Euro) erworben und will einen großen Teil des Kaufpreises mit Eigenkapital stemmen.

K+S: Kaliwerk kurzfristig außer Betrieb

Die Papiere von K+S sind am Dienstag nach einem Bericht über Probleme im kanadischen Kaliwerk Bethune vorbörslich stehen unter Druck. In der vergangenen Woche stand die Produktion in Bethune knapp vier Tage wegen der Reparatur eines Schornsteins still, wie das „Handelsblatt“ nach einem Interview des für das operative Geschäft zuständigen Vorstandsmitglieds Mark Roberts am Montagabend schrieb.

Dem Produktionsausfall stünden frühere Aussagen des Unternehmens gegenüber, die eine Verbesserung der Pdie roduktion in dem Werk in Aussicht gestellt hatten, sagte ein Händler. Das Werk in Bethune sei für K+S ein wichtiger Wachstumstreiber. Insofern könnten Anleger den Stillstand der Produktion mit Enttäuschung aufnehmen.

Damit haben die Turn-Around-Hoffnungen einen Dämpfer erhalten. Die Aktie gibt deutlich ab und fällt auf den niedrigsten Stand seit Anfang März.

Kurz & knapp:

Vonovia: Der Immobilienkonzern hat bei seinem Übernahmeangebot für das schwedische Immobilienunternehmen Victoria Park sein Minimalziel erreicht. Die Mindestannahmeschwelle von über 50 Prozent der Stimmrechte sei überschritten worden, wie der Dax-Konzern am Montagabend mitteilte. Damit seien alle Bedingungen erfüllt und die Offerte werde vollzogen. Für die Anteilseigner der Schweden, die ihre Papiere noch nicht angedient haben, läuft nun eine Nachfrist bis zum 3. Juli.

Der deutsche Wohnungskonzern aus Bochum treibt derzeit seine Expansion ins Ausland voran und will das schwedische Unternehmen für knapp 9,6 Milliarden schwedische Kronen (rund 900 Mio Euro) übernehmen. Victoria Park besitzt rund 14 000 Wohnungen in Schwedens Hauptstadt Stockholm sowie in Malmö und Göteborg.

Voltabox: Der Elektro-Spezialist hat heute den Ausbau der engen Partnerschaft mit Triathlon Batterien GmbH bekannt gegeben. Parallel zur erfolgreichen Kooperation mit Triathlon steigt Voltabox auch in den Direktvertrieb seiner Batteriesysteme für Intralogistik Anwendungen ein.

Marktschätzungen zufolge soll das weltweite jährliche Marktvolumen für Batteriesysteme in der Intralogistik bis zum Jahr 2027 auf rund 1,5 Millionen Einheiten mit einem Marktwert von insgesamt rund 16 Mrd. US-Dollar steigen. Aufgrund der eindeutigen Gesamtkostenvorteile für die Anwender gegenüber herkömmlichen Blei-Säure-Batterien wird bis dahin mit einem sehr dynamischen Anstieg der modernen Lithium-Ionen-Batteriesysteme auf zwei Drittel aller weltweit in der Intralogistik verkauften Batterien gerechnet.

Roche: Der Schweizer Pharmakonzern will die amerikanische Foundation Medicine (FMI) ganz übernehmen. Für den noch nicht in ihrem Besitz stehenden Minderheitsanteil an der Gentest-Firma bieten die Basler eigenen Angaben vom Dienstag zufolge 2,4 Milliarden Dollar. Der Angebotspreis von 137 Dollar je Aktie in bar entspreche einer Prämie von 29 Prozent zum FMI-Schlusskurs des Vortages. Der FMI-Verwaltungsrat unterstütze die Transaktion. Roche war bereits 2015 bei der Firma aus Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts eingestiegen.

Von Markus Weingran

Foto: Michael Candelori / Shutterstock.com

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