Kutzers Zwischenruf: Bauen Sie sich ein Zukunfts-Aktien-Depot!

Hermann Kutzer

Sie kennen ja mein Faible für die moderne chinesische Wirtschaft und ihren attraktiven Aktienmarkt (s. letzte Ausgabe „Look east!“). Eine andere Variante für aktive, mutige Selbstentscheider unter den Privatanlegern könnte ein „Zukunfts-Aktien-Depot“ (Z-Depot) sein. Dieses hat nicht einzelne Branchen oder Themen zum Ziel, sondern sollte darüberhinausgehend versuchen, besonderes zukunftsträchtige Wachstumswerte aus allen Teilmärkten zu vereinen. Das dürften in der Regel Start-ups, relativ junge Börsengesellschaften und Innovationsspezialisten sein, auch wenn sie aktuell noch keine spektakulären Zahlen vorweisen können.

Grundlage ist der Ansatz, trotz des Gebots der Diversifizierung von Chancen und Risiken bei der Aktienanlage nicht alle Werte in einen Topf zu werfen. Denn durch Trennung sind die Erfolge besser erkennbar und werden nicht in einem großen Aktientopf „verwässert“. Es findet also so etwas wie ein interner Wettbewerb beim jeweiligen Anleger statt. Natürlich macht das nur Sinn, wenn eine gewisse Kapitalgröße zur Verfügung steht. Beispielsweise plädiere ich schon seit langem für eine Trennung nach Anlagezielen - ich nenne es S-A-S-Prinzip (Sparen-Anlegen-Spekulieren): Betont langfristiges Sparen (Altersvorsorge) in Wertpapieren, normales kurz- bis mittelfristiges Anlegen und bewusstes Spekulieren auf verschiedenen Konten praktizieren. Inzwischen müsste noch ein „T“ für das kurzfristige Trading dazukommen.

Konkret kann man entsprechende Kandidaten für ein Zukunfts-Aktien-Depot hier auf onvista verfolgen - dazu drei Beispiele von heute Vormittag, über die hintereinander unter „Top-News: Börse und Wirtschaft“ berichtet wurde:

Zalando: Der Online-Modehändler ist ein Krisengewinner - Goldman-Sachs sieht jedoch noch mehr Potenzial - Kaufempfehlung treibt den Kurs an

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Natürlich kann jeder Investor selbst entscheiden, wer in das Z-Depot aufgenommen wird - etwa auch die alten Mega-Stars wie Apple und Microsoft. Auf jeden Fall kommen die Kandidaten aus den großen zukunftsweisenden Themen Künstliche Intelligenz (KI), Gesundheitswesen (Healthcare) sowie Klima- und Umweltschutz. Dazu kann man natürlich auch bekannte Vorbilder mischen, die schon seit vielen Jahren durch ihre Entwicklungs- und Produktpolitik Zukunftsorientierung durch Wachstum praktizieren. Ich denke u.a. an unsere Softwaregröße SAP sowie meine Lieblingsaktie Novo Nordisk (Insulin).

Hinweis: Die Inhalte der Kolumnen dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des jeweiligen Autors wieder. Für den Inhalt der Kolumne ist allein der jeweilige Autor verantwortlich.
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Expertenprofil
Hermann Kutzer Hermann Kutzer Freier Wirtschaftsjournalist, Finanzmarkt-Kommentator

Hermann Kutzer ist der dienstälteste journalistische Finanzmarktbeobachter in Deutschland: Seit mittlerweile 50 Jahren beobachtet er die nationalen Börsen und internationalen Wertpapier- und Rohstoffmärkte. Davon war er gut drei Jahrzehnte lang für die Verlagsgruppe Handelsblatt tätig, zuletzt als Chefredakteur des Monatsmagazins „DMEuro“.

Seit 2007 bietet der Routinier seine Erfahrung freiberuflich an: Analysen und Kolumnen, TV-Kommentare, Vorträge, Moderationen und Kommunikationsberatung. Nach seinem Hörbuch „Verstehen Sie Börse!“ (Finanzbuch Verlag, 2008) erschien im Frühjahr 2012 als Kutzers Manifest im Börsenbuchverlag „Vom Raubtierkapitalismus zur Planwirtschaft?“ Zu seinem umfangreichen Web-Auftritt gehört seit einiger Zeit „Kutzers Marktplatz“ mit Beiträgen über die unterschiedlichsten Anlagemöglichkeiten. Außerdem ist im Frühjahr 2013 der neue Internet-Kanal KUTZER-TV auf Sendung gegangen.

Der Journalist und Publizist engagiert sich seit Jahrzehnten für die privaten Anleger und in diesem Zusammenhang für die Weiterentwicklung der Aktienkultur. Er betrachtet es als seine vorrangige Aufgabe, die Vermittlung von Wissen über die Zusammenhänge des Sparens und Anlegens zu unterstützen. Dabei ist der „Marktmensch“ ein bekennender Marktwirtschaftler, der mit großer Skepsis die zunehmende Regulierung der Märkte durch die Politik auf nationaler und europäischer Ebene betrachtet.

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