Lufthansa: Überlegungen zu Börsengang des Wartungsgeschäfts ++ Roche: Neues SMA-Medikament vielversprechend – Konkurrenzkampf mit Novartis? ++ Hochtief: Jahresergebnis verhagelt

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Lufthansa: Überlegungen zu Börsengang des Wartungsgeschäfts ++ Roche: Neues SMA-Medikament vielversprechend – Konkurrenzkampf mit Novartis? ++ Hochtief: Jahresergebnis verhagelt

Der gestrige Gipfelsturm des Dax hat nicht lange gewährt. Nach dem Durchbrechen der 13.600er Marke ging es schnell wieder unter diesen Bereich. Auch heute bleiben die Märkte verhalten. Vorsichtig stimmt Investoren aktuell die Ausbreitung einer neuen Lungenerkrankung in China. So riegelte die chinesische Regierung die besonders schwer von dem neuartigen Coronavirus betroffene Millionenmetropole Wuhan praktisch ab.

Die Zahl der nachgewiesenen Fälle der neuen Lungenkrankheit in China ist auf 571 gestiegen. Das teilte Chinas Gesundheitsbehörde am Donnerstagmorgen mit. Demnach war zunächst von keinen neuen Opfern die Rede, womit seit Ausbruch der Krankheit weiterhin 17 Todesfälle bestätigt sind. Laut der offiziellen Angaben gibt es unter den nachgewiesenen Erkrankungen 95 schwere Fälle, die alle in der Provinz Hubei mit der besonders schwer betroffenen Metropole Wuhan liegen.

Das Geschehen weckt bei vielen Menschen Erinnerungen an die Sars-Pandemie 2002 und 2003, die damals vor allem die Luftfahrt und den Tourismus belastete. Insbesondere an den Börsen Chinas ging es vor diesem Hintergrund am Donnerstag deutlich abwärts. Zudem seien viele Börsen rund um den Globus in den vergangenen Wochen heiß gelaufen, erklärte Analyst Thomas Altmann von QC Partners. Daher strichen Investoren nun wohl erst einmal lieber Gewinne ein.

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Erste EZB-Zinssitzung des Jahres

Für die Märkte relevant werden könnte heute auch die Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB), deren Ergebnisse am frühen Nachmittag veröffentlicht werden. Die EZB dürfte ihre zuletzt abwartende Haltung bestätigen. Neue geldpolitische Entscheidungen werden zwar nicht erwartet, da die zuletzt veröffentlichten Konjunktur- und Inflationsdaten die Erwartungen der Notenbank bestätigt haben sollten. Die EZB wird jedoch auf dieser Sitzung mit der Überprüfung ihrer geldpolitischen Strategie beginnen.

Lufthansa überlegt, Wartungsgeschäft an die Börse auszugliedern

Unter den Einzelwerten rückt unter anderem die Lufthansa in den Fokus. Die Fluggesellschaft denkt Insidern zufolge nach dem Verkauf ihrer Catering-Sparte über einen Börsengang ihres Wartungsgeschäfts nach. Eine Abspaltung der Sparte Lufthansa Technik solle den Börsenwert des Konzerns nach oben treiben, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg und berief sich dabei auf mit der Sache vertraute Personen. Die Prüfung sei noch in einem frühen Stadium, und es gebe noch keine Entscheidung. Ein Lufthansa-Sprecher wollte die Angelegenheit nicht kommentieren. Auf Tradegate zogen die Papiere um mehr als 3 Prozent an.

Roche stößt im Bereich SMA-Behandlung näher zu Novartis vor

Roche hat mit einem seiner Hoffnungsträger in einer Phase-III-Studie die gesteckten Ziele erreicht. Der Produktkandidat Risdiplam hat sich in der sogenannten Firefish-Studie als wirksam bei der Behandlung von Säuglingen erwiesen, die an der erblichen Muskelerkrankung spinale Muskelatrophie (SMA) Typ 1 leiden. Der Erfolg der Studie wurde an der Zahl der Kinder gemessen, die nach einer 12-monatiger Behandlung mindestens fünf Sekunden lang ohne Unterstützung sitzen können, wie Roche am Donnerstag mitteilte. Bewertet wurde dies anhand der Bruttomotorik-Skala der Bayley Scales of Infant and Toddler Development Third Edition (BSID-III). Die detaillierten Daten werde man an einem der kommenden Fachkongresse vorstellen. Denn wie groß der Anteil der Säuglinge war, die ohne Hilfe sitzen konnten, teilte Roche noch nicht mit. Roche will die Daten nun mit den weltweiten Aufsichtsbehörden teilen. Der Pharmakonzern tritt damit in direkte Konkurrenz zu Novartis, die in den USA bereits die Zulassung für ihre Gentherapie Zolgensma erhalten hat. Diese einmalige Behandlung gilt mit einem Preis von mehr als zwei Millionen US-Dollar als die teuerste weltweit.

Kurz und knapp:

Hochtief: Bei Hochtief drückt die Neubewertung einer indirekten Beteiligung in Nahost das Jahresergebnis. Die australische Konzerntochter Cimic des Baukonzerns will ihre Minderheitsbeteiligung Bic Contracting verkaufen. In dem Zuge hatte Cimic seine Finanzposition neu bewertet. Die niedrigere Einschätzung der Vermögenswerte wird das Cimic-Ergebnis des abgelaufenen Jahres belasten. Die Cimic-Aktien knickten in Sydney um rund 20 Prozent ein und die Anteilscheine von Hochtief notierten auf Tradegate mehr als 5 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch.

CEWE: Der Fotodienstleister Cewe verlagert einen Teil seines Druckgeschäfts von Berlin nach Dresden. Trotz der bereits eingebuchten Kosten für die Verlagerung liege der operative Gewinn im abgelaufenen Jahr aber voraussichtlich am oberen Ende der Zielspanne, hieß es. Die Cewe-Papiere büßten auf Tradegate rund 2 Prozent ein.

Continental: Die Aktien des Autozulieferers Continental litten auf Tradegate mit einem Minus von knapp 1 Prozent unter einem negativen Analystenkommentar. Die US-Bank Citigroup hatte ihre Kaufempfehlung für die Anteilsscheine gestrichen.

Daimler: Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat Daimler nach einer weiteren Gewinnwarnung von „Sell“ auf „Hold“ hochgestuft und das Kursziel auf 47 Euro belassen. Die meisten Risiken seien inzwischen fast vollständig eingepreist, schrieb Analyst Stephen Reitman in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Kurzfristig positive Kurstreiber sehe er kaum, abgesehen von einem Handelsdeal zwischen den USA und Europa für die Autobranche. Die Aktie könnte nun aber ihren Boden finden.

onvista/dpa-AFX

Titelfoto: Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com

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