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Mit Aktien(fonds) gegen die „Böse Null“

Der onvista-Börsenfuchs
Mit Aktien(fonds) gegen die „Böse Null“

Hallo Leute! Es gibt starke Zahlen aus der Investmentbranche: Ihr Verband BVI meldete jetzt ein neues Rekordvermögen von über 3 Billionen Euro per Ende Oktober. Na also, geht doch. Und wer danach sucht, wird inzwischen genug Aktienfonds finden, mit deren Performance man voll zufrieden sein kann. Außerdem sorgen Wettbewerb und modernes Online-Banking für Druck auf die Kosten - die Zeit des pauschalen Meckerns über fehlende Attraktivität der Aktienfonds ist also vorbei.

Das haben viele Anleger hierzulande aber noch nicht gerafft, denn mit den Absatzzahlen kann man noch nicht zufrieden sein. Das Netto-Mittelaufkommen der offenen Publikumsfonds erreichte in den ersten zehn Monaten fast 60 Milliarden Euro. Mit Abstand die dicksten Brocken entfielen jedoch auf Mischfonds und Rentenfonds. Den Aktienfonds vertrauten die Bundesbürger nur 12,7 Milliarden Euro an - und davon 10,9 Milliarden Euro auf Aktien-ETFs (!) und bloß 1,8 Milliarden Euro auf aktiv gemanagte Fonds.

Das schreit nach Maßnahmen! Es wird nämlich immer noch zu wenig und zu schwach für die Aktie und die Aktienfonds geworben. Dabei gibt’s Argumente genug. Also wiederhole ich meinen Appell Richtung Banken und Fondsgesellschaften, intensiver und breiter in den Medien fürs sinnvolle Investieren zu werben.

Marktführer DWS ist da vorbildlich und originell zugleich. Spektakulär eine doppelseitige Zeitungsanzeige, in der beklagt wird, dass die Deutschen trotz Niedrigzinsen an ihren Sparbüchern und Festgeldkonten hängen. Deshalb das Motto: „Böse Null stoppen“. Die Böse-Null-Kampagne wurde Ende März in den Deutsche-Bank-Filialen gestartet (und seither in Medien begleitet) mit dem Ziel, „Gesprächsanlässe mit Kunden zu schaffen und nach alternativen Anlagemöglichkeiten zu suchen, die das Niedrigzins-Monster schlagen können.“ Echt geil, dass man dafür aus der Null tatsächlich ein Monster gemacht hat: eine potthässliche Figur mit zwei Hörnern und heraushängender Zunge, die durch rote Farbe und wilden Blick richtig erschreckt. Das Ding ist nicht nur ein Bildmotiv, sondern gibt’s auch als knapp 20 cm hohe Plastik aus Kunststoff - ich hab‘ so ein Ding auf irgend einem Börsentag abgestaubt.

Die DWS ist zufrieden, denn auf meine Frage nach dem Echo krieg‘ ich folgende Antwort: „Wir wurden in einigen Medien dafür gelobt, ein eher trockenes und erklärungsbedürftiges Thema charmant und aufmerksamkeitsstark in Szene gesetzt zu haben. Noch wichtiger ist uns, dass die Kampagne gut bei den Kunden ankam und die beabsichtigten Gesprächsanlässe mit Kunden schaffen konnte, die sich in den Filialen beraten ließen.“ Wie gesagt, geht doch! Und die Fast-Null-Zinsen bleiben ja noch für einige Zeit.

Hinweis: Die Inhalte des „onvista-Börsenfuchs“ dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des Autors wieder.
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