Oh Schreck! Verliert Dividendenaristokrat Coca-Cola jetzt etwa seine defensive Klasse?

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Oh Schreck! Verliert Dividendenaristokrat Coca-Cola jetzt etwa seine defensive Klasse?

Das Investieren in Dividendenaristokraten galt lange Zeit als vergleichsweise defensiv. Die Geschäftsmodelle strotzten häufig vor Beständigkeit, starken Marken, Wettbewerbsvorteilen und anderen aussichtsreichen Faktoren. Die Aktie von Coca-Cola ist hier ein Musterbeispiel gewesen. Und mit ihrer über 50-jährigen Historie an steten und sogar jährlich erhöhten Auszahlungen sogar inzwischen ein Dividendenkönig.

Seit dem Coronavirus scheint ein Teil dieses Mojos allerdings weg zu sein. Die Aktie korrigierte ordentlich, von defensiver, schützender Klasse keine Spur. Und dabei ist ein Teil dieses Abverkaufs nicht bloß auf eine hohe Bewertung im Vorfeld zurückzuführen gewesen. Sondern auch auf sehr akute Probleme.

Aber was passiert gerade mit Coca-Cola? Verliert der US-Getränkekonzern gerade jetzt etwa seine defensive Klasse? Eine Frage, die uns im Folgenden einmal etwas näher beschäftigen soll.

Ein paar Probleme im Überblick

Das Coronavirus scheint auch für den US-Getränkekonzern jedenfalls eine ordentliche Herausforderung darzustellen. Dadurch, dass jetzt viele Veranstaltungen wegfallen, Restaurants geschlossen sind und andere Anlässe nicht stattfinden, bricht eine tragende Säule im gewerblichen Bereich weg. Oder eben an Unternehmenskunden, die nicht mehr ganz so viel Coca-Cola beziehen. Oder Sprite oder Fanta. Oder andere Marken aus dem Hause des US-Konzerns.

Allerdings scheint das nicht alles zu sein: Wie der CEO von Coca-Cola im Interview mit CNBC zu Protokoll gab, fangen seiner Ansicht nach die Auswirkungen des Coronavirus gerade erst an. Gemäß dieses Interviews mit James Quincy würden die Verbraucher künftig in Anbetracht einer gestiegenen Arbeitslosigkeit und der wirtschaftlichen Unsicherheiten vermehrt auf ihr Geld achten. Man werde kaufen, was günstig sei. Coca-Cola mit seinen doch vergleichsweise teuren zuckrigen Limonaden könnten daher einigen Einkaufslisten fernbleiben.

Wie stark ein solcher Einbruch sein kann, das haben wir in den letzten Wochen und Monaten bereits gesehen. Alleine im gewerblichen Bereich ist ca. die Hälfte des Absatzes weggebrochen. Auf Konzernsicht insgesamt somit 25 % aller Absätze. Das könnte aufgrund eines schwächeres Privatkundengeschäfts womöglich erst der Beginn einer durchwachsenen Entwicklung sein. Es bleibt daher die Frage: Verliert die Aktie von Coca-Cola jetzt womöglich ihre defensive Klasse?

Nicht die erste Krise, die es zu meistern galt, aber …

Grundsätzlich scheint es noch etwas zu früh zu sein, um solche gravierenden Rückschlüsse zu ziehen. Das Coronavirus mag zwar in seiner Ausprägung und seinen Folgen und vor allem Einschränkungen eine Ausnahme sein. Und womöglich jetzt temporär zu größeren operativen Einbußen führen. Coca-Cola hat jedoch bereits andere Krisen erfolgreich gemeistert.

Die Phase der Einbußen im Restaurant- und gewerblichen Geschäft dürfte früher oder später der Vergangenheit angehören. Krisen hat es im Vorfeld bereits andere gegeben, in denen Verbraucher ebenfalls ihr Geld zusammengehalten haben. Die inzwischen sogar mehr als 58. Historie mit jährlich stets angehobenen Auszahlungen hat dabei bereits einiges gemeistert. Das ist und bleibt ein starker Indikator, auch für künftige Konstanz.

Worauf man daher als Investor achten sollte, ist nicht unbedingt die Krise. Sondern wenn überhaupt auf veränderte Konsumgewohnheiten. Langfristig würde ich mir als Investor daher mehr Sorgen um eine gesündere Lebensweise und das Meiden von Zucker machen. Sowie die Frage, wie Coca-Cola auf solche Baustellen reagiert. Die „gesündeste“ Marke ist der US-Konzern schließlich nicht unbedingt.

Das Coronavirus als weitere Feuertaufe

Das Coronavirus dürfte für den US-Konzern eine weitere Belastungsprobe sein. Allerdings bin ich zuversichtlich, dass selbst diese operativen Einbußen langfristig zu keiner veränderten Investitionsthese führen. Der Dividendenaristokrat besitzt jedenfalls gute Chancen, weiterhin adelig zu bleiben.

Die Investitionsthese bleibt daher meiner Ansicht nach solange intakt, wie die Marke stark und die Produkte generell beliebt sind. Das ist und bleibt der größte Wettbewerbsvorteil, den Coca-Cola bieten kann.

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