onvista-Börsenfuchs: Sparen und Anlegen kombinieren – durch Sparpläne

Der onvista-Börsenfuchs
onvista-Börsenfuchs: Sparen und Anlegen kombinieren – durch Sparpläne

Hallo Leute! Die Deutschen halten in der Corona-Krise ihre Kohle zusammen. Die Sparquote der privaten Haushalte (= der gesparte Anteil des verfügbaren Einkommens) lag laut Statistischem Bundesamt im dritten Quartal bei 13,5 Prozent. Das ist zwar weniger als im Frühjahr, aber weiter deutlich über dem Schnitt der vergangenen zwei Jahrzehnte mit 9 bis 11 Prozent. Das relativ stabile Einkommen einerseits und die Konsumzurückhaltung andererseits führten zum erheblichen Anstieg des Sparens. Auch auf der Ausgabenseite bleiben die Bundesbürger vorsorglich vorsichtig und legen größere Teile als üblich erst mal auf die hohe Kante.

Nun wissen wir aus jüngeren Statistiken und Umfragen, dass endlich auch Wertpapiere breiteres Interesse finden. Die meisten Bundesbürger setzen beim „Sparen“ aber gestern wie heute die Matratzen (gemeint ist Cash daheim) oder Bankkonten ein. Die eignen sich jedoch allenfalls zur Liquiditätshaltung für den laufenden Bedarf und nicht für die längerfristige Vorsorge. Die alte Ausrede, keine Ahnung von Kapitalanlagen und Aktien zu haben, gilt nicht mehr. Ebenso ist es ziemlich blöd, wenn jemand argumentiert, er habe keinen Bock (oder keine Zeit), sich mit dem Thema Geld zu beschäftigen. Gerade jetzt, wenn jeder mit der Suche nach sinnvollen Weihnachtsgeschenken unterwegs ist (zumindest online), lohnt sich also der Hinweis auf die in jeder Hinsicht kostengünstige und erfolgversprechende Kombination von Sparen und Anlegen: Sparpläne auf Aktien, Fonds oder Gold. Ich halte die auch sprachtechnisch und psychologisch für attraktiv, denn bei diesem Anlageinstrument ist das Sicherheit verheißende Wort Sparen ja enthalten.

Heutzutage kannst du schon mit ganz kleinen monatlichen Beträgen (bei den meisten Banken ab 10 bis 25 Euro) in einen breiten Aktienmix investieren und am Erfolg von Welt­konzernen wie Apple, Microsoft oder Alphabet (Google) teilhaben. In globalen ETFs sind auch europäische Firmen wie Unilever und deutsche Unternehmen wie Allianz oder SAP vertreten. Auf lange Sicht bringt die Anlage an den Aktienmärkten im Schnitt 6 bis 9 Prozent Rendite pro Jahr - und das trotz der zeitweise heftigen Schwankungen der Börsen und dramatischen Kursstürzen. Beispiel: Wer ab Mai 2000 jeden Monat 200 Euro in einen ETF auf den Weltindex MSCI World gesteckt hat, konnte 20 Jahre später über fast 100.000 Euro verfügen. Das ist mehr als das Doppelte aller Einzahlungen! Mit sicherem Tagesgeld ließen sich nur etwa 52.600 Euro zusammensparen, mit einer Fifty-fifty-Mischung aus dem Aktien-ETF und Tagesgeld immerhin über 77.000 Euro.

Vielleicht ist jetzt eine besonders günstige Zeit, Freunden und Bekannten die Aktie als Anlageklasse schmackhaft zu machen. Die Wall Street als Leitbörse der Welt sorgt gerade für neue Schlagzeilen durch den Rekordgipfel von über 30.000 Punkte des Dow-Jones-Index. Auch die Chinesen sind in bester Laune. Übrigens: Sparpläne kann man gut auch Kindern und Enkeln schenken! Das Mindeste ist, meine Freunde, dass sich die bisher Ahnungslosen mal bei ihrer Bank oder Sparkasse schlau machen. Jetzt.

Hinweis: Die Inhalte des „onvista-Börsenfuchs“ dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des Autors wieder.

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15.01.2021, 15:00, außerbörslich
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