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onvista-Börsenfuchs: Wenn in Asien die Sonne aufgeht

Der onvista-Börsenfuchs
onvista-Börsenfuchs: Wenn in Asien die Sonne aufgeht

Hallo Leute! Kürzlich meinte ein alter Kumpel (ein Firmenmanager, aber kein Börsen-Fan), es sei doch irgendwie crazy, dauernd nach China zu gucken statt in die Wall Street. Für ihn ist Asien immer noch ein Hort leidiger Billigproduzenten und Kopierer westlicher Technologien. Na ja, irgendwann wird auch mein Freund kapieren, dass sich die Welt verändert, dass sie sich weiterentwickelt. Deshalb sind positive Nachrichten aus China - nicht nur zum Thema Handelsstreit mit den Amis - auch für uns „börsenrelevant“.

Das haben die vorhin veröffentlichten neuen Sentix-Konjunkturindizes bestätigt. Headline: In Asien geht die Sonne auf. Es gibt auch Zeichen der Stabilisierung der Konjunktur in der Eurozone, heißt es im Einzelnen. Während die Lagebeurteilung bei uns zum siebten Mal in Folge auf 6,3 Punkte nachgibt, verbessern sich die Konjunkturerwartungen zum zweiten Mal. Dies nährt die Hoffnung, dass es nicht zu einer Rezession kommt. Für die deutsche Konjunktur ergibt sich ein ähnlicher Befund.

Auf der Suche nach dem Ausgangspunkt eines neuen Aufschwungs rückt die Region Asien ex Japan in den Fokus. Hier verbessern sich Lage- und Erwartungswerte. Diese Region ist nach Einschätzung der von Sentix befragten Anleger derzeit in der besten Verfassung. Sollten sich die Aufschwungsanzeichen verdichten, würde sich dies auch auf die Eurozone positiv auswirken. Auf der anderen Seite sind bei uns aber Belastungen aus dem Brexit noch nicht auszuschließen.

Rund 3.000 Abgeordnete finden sich morgen zur jährlichen Sitzung des Nationalen Volkskongresses in Peking ein. Mit der Ankündigung großer wirtschaftspolitischer Stützungsmaßnahmen rechne ich nicht, schreibt mir Deutsche-Bank-Chefstratege Ulrich Stephan. Die Regierung dürfte sich vor dem Abschluss eines Handelsabkommens mit den USA alle Optionen offenhalten - und ein wirtschaftliches Wachstumsziel von 6,0 bis 6,5 Prozent verkünden. Auch ein Gesetz zur Abschaffung der Ungleichbehandlung von inländischen und ausländischen Investoren dürfte verabschiedet werden. Das wäre wichtig. Es würde unter anderem die Auto-, Finanz-, Bahn- und Transportsektoren stärker für ausländische Investoren öffnen.

Strich drunter: Chinas Wachstumsziele und Marktöffnung sollten sich stabilisierend auf Weltkonjunktur und Kapitalmärkte auswirken. Für mich gehören chinesische Aktien bzw. China-Fonds in jedes international gut gestreute langfristige Depot.

Hinweis: Die Inhalte des „onvista-Börsenfuchs“ dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des Autors wieder.
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