Scholz lehnt unregulierte private Digitalwährungen ab

Reuters

Frankfurt (Reuters) - Unregulierte Digitalwährungen von Privatunternehmen dürfen aus Sicht von Bundesfinanzminister Olaf Scholz nicht in Europa eingeführt werden.

Derartige Digitaldevisen stellten keine Option dar, sagt Scholz am Freitag auf einer Bundesbank-Veranstaltung zum Zahlungsverkehr. "Das ist eine Frage der Finanzstabilität und daher auch eine Frage der Stabilität unserer Volkswirtschaften", sagte er. "Ich werde keine privatwirtschaftlich herausgegebene Parallelwährung unterstützen."

Scholz zufolge gibt es einen starken Trend hin zu bargeldlosen, digitalisierten Bezahlmöglichkeiten in Europa. "Es gibt eine Nachfrage nach digitalem Geld unter Verbrauchern und Unternehmen gleichermaßen." Dieser Nachfrage müsse nachgekommen weren. Das könnte Erneuerungen in Europa ankurbeln. "Ich unterstütze die Arbeit der EZB an einem digitalen Euro voll," sagte er. Überlegtes, aber rasches Handeln sei notwendig. Es gehe um Neuerungen, technologische Führung und den Euro. "Zum digitalen Euro, denke ich, wir sollten sehr hart arbeiten." Einfach abwarten und sehen, gehe nicht.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde forderte im Oktober, den Euro "fit für das digitale Zeitalter" zu machen. Daher sollte aus ihrer Sicht die EZB vorbereitet sein, einen digitalen Euro bereitzustellen, falls es Bedarf dafür gebe. Bis etwa Mitte 2021 will die EZB entscheiden, ob ein solches Projekt auf den Weg gebracht werden soll.

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