UN - 60.000 Menschen vor Gewalt aus Zentralafrikanischer Republik geflüchtet

Reuters

Genf (Reuters) - Nach den Unruhen in der Zentralafrikanischen Republik hat sich die Zahl der Flüchtlinge nach UN-Angaben binnen einer Woche auf rund 60.000 verdoppelt.

"Die Lage hat sich ganz klar verschlechtert", sagte ein Sprecher der UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR am Freitag in Genf. Viele Menschen seien über den Fluss Ubangui in die Demokratische Republik Kongo geflohen, andere nach Kamerun, den Tschad oder in die Republik Kongo. Für die UN sei es schwer, die Menschen dort mit Hilfen zu erreichen. Der Gouverneur der Provinz Nord Ubangi hatte die Lage schon am Donnerstag als "katastrophal" bezeichnet. Es mangele an Essen, Wasser und medizinischer Versorgung.

Die Unruhen hatten sich nach der Präsidentenwahl Ende Dezember ausgeweitet, bei der der seit 2016 amtierende Präsident Faustin-Archange Touadera mit 53 Prozent der Stimmen zum Wahlsieger erklärt worden war. Die Opposition spricht indes von Wahlbetrug und hat erklärt, nur etwa die Hälfte der 1,8 Millionen Wahlberechtigten habe sich wegen Rebellenangriffen im Umfeld der Wahl registrieren lassen können.

Schon in den Wochen vor dem Urnengang hatten Aufständische mehrere Ortschaften in der Nähe der Hauptstadt Bangui angegriffen. Sie werden von dem 2013 abgesetzten Präsidenten Francois Bozize unterstützt. In dem an Gold und Diamanten reichen Land mit rund 4,7 Millionen Einwohnern kommt es immer wieder zu Gewalt, seit Bozize 2013 im Zuge einer Rebellion aus dem Amt vertrieben wurde. Tausende Menschen wurden bei Kämpfen getötet, mehr als eine Million vertrieben.

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