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Yahoo - Hacker klauten 2013 Daten von einer Milliarde Nutzern

Reuters

Bangalore (Reuters) - Yahoo ist vor über drei Jahren Ziel eines weiteren beispiellosen Datendiebstahls geworden.

Wie der Internet-Pionier am Mittwoch mitteilte, wurden im August 2013 insgesamt Daten von über einer Milliarde Nutzern entwendet. Einen so großen Datenklau hat es bislang noch nie gegeben. Den Angaben zufolge dürften Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten, Passwörter und in manchen Fällen Sicherheitsfragen und -antworten entwendet worden sein. In dem offenbar betroffenen System seien aber keine Konto- oder Kreditkarten gespeichert gewesen. Wer hinter der Aktion steckt, ist noch nicht geklärt.

Yahoo blieb bei der Beschreibung des Vorfalls vage. Der Konzern geht aber davon aus, dass der Hackerangriff von 2013 nicht in Zusammenhang mit dem von 2014 steht. Damals waren Daten von mindestens 500 Millionen Nutzerkonten entwendet worden. Die Bekanntmachung im September brachte die vereinbarte 4,8 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Kerngeschäfts durch Verizon in Gefahr. Die Führung des Telekomkonzerns teilte mit, zunächst die Auswirkungen des Vorfalls untersuchen zu wollen, bevor eine endgültige Entscheidung über die Übernahme gefällt werden sollte. Yahoo zeigte sich zuversichtlich, dass die neueste Bekanntmachung den Verkauf an Verizon nicht bedroht. Yahoo sei während der Untersuchung in ständigem Kontakt mit Verizon gewesen.

"Yahoo hat das ordentlich verbockt", sagte der Verschlüsselungsexperte Bruce Schneier. "Sicherheit haben sie nicht sehr ernst genommen, das wird jetzt sehr deutlich."

Für Yahoo ist der Angriff ein derber Rückschlag und könnte den Konzern noch tiefer in die Krise drücken. Yahoo-Chefin Marissa Mayer war es nicht gelungen, das von den Rivalen Google und Facebook an den Rand gedrängte Unternehmen wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Nur Stunden vor der Mitteilung waren führende Firmenvertreter aus dem Silicon Valley zu einem Versöhnungsgipfel mit dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump in New York. Insidern zufolge war Yahoo dazu nicht eingeladen. Einem Yahoo-Sprecher zufolge war Konzernchefin Mayer am Firmensitz, um sich um den Hackerangriff zu kümmern.

Im nachbörslichen Handel verloren Yahoo-Aktien 2,4 Prozent.

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