Berkshire Hathaway: Milliardenverlust - Was macht die Aktie?

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Quelle: Krista Kennell/Shutterstock.com

44 Milliarden Dollar Verlust für Warren Buffett hieß es am Samstag nach der Verkündung der Quartalszahlen seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway. Manch andere Aktie wäre nach einer solchen Bilanz heute kräftig abgetaucht. Doch nicht die Papiere von Berkshire Hathaway. Der Kurs der Beteiligungsgesellschaft von Star-Investor Buffett liegt klar über ein Prozent im Plus. Das Orakel aus Omaha nimmt die Zahlen locker auf und die Anleger machen es ihm gleich. 

Investmentportfolio unter Wasser

Laut den veröffentlichten Zahlen ist das Investmentportfolio des Orakels von Omaha im vergangenen Quartal um 53 Milliarden Dollar gefallen. Was sich erst einmal nach einer furchtbar schlechten Nachricht anhört, mildert sich schnell ab, wenn in Betracht gezogen wird, dass das Investmentportfolio von Berkshire eine Größenordnung von 330 bis 380 Milliarden Dollar hat und damit nur einen Verlust im kleinen zweistelligen Prozentbereich davongetragen hat. Damit hat Berkshire nicht nur ein weiteres Mal den S&P500 outperformt, sondern konnte auch mit einigen weiteren guten Nachrichten überraschen. 

Gute operative Ergebnisse

So meldete das operative Geschäft von Berkshire ein massives Plus beim Gewinn. Die ca. 80 bis 90 voll in die Investmentgesellschaft integrierten Unternehmen konnten den operativen Gewinn auf 9,3 Milliarden US-Dollar steigern, was trotz der aktuellen wirtschaftlichen Situation einem Anstieg von mehr als 30 Prozent zum Vorjahresquartal entspricht. Berkshire ist hier vor allem im Versicherungs- und Eisenbahngeschäft tätig.

Aktie mit positiven Signalen

Da sich die Zahlen schlimmer anhören, als sie eigentlich sind, könnte die Aktie auch wieder Anlauf nehmen über die psychologisch essenzielle Marke von 300 Dollar zu springen und ihren charttechnischen Aufwärtstrend wieder aufnehmen. Doch natürlich kann man die Ikone des Value Investing und seine Beteiligungsgesellschaft nicht ohne eine fundamentale Betrachtung analysieren. 

Hier sieht es ebenfalls gut aus. Das operative Geschäft ist mit seiner breiten Diversifikation und seinen krisensicheren Branchen relativ gut für eine eventuell härtere Rezession aufgestellt und Buffett hat in den letzten 50 Jahren bewiesen, dass er in der Lage ist, unabhängig vom makroökonomischen Sentiment die richtigen Unternehmen zu identifizieren.

Apple gibt den Ausschlag

Warren Buffett ist zweifelsohne die größte Investmentlegende aller Zeiten. Trotzdem sollten sich Anleger auch der Risiken des aktuellen Portfolios vor Augen führen. Im Grunde genommen geben 4 Unternehmen den Weg der Beteiligungen vor. So sind aktuell mehr als 40 Prozent der gesamten Aktienbeteiligungen Anteile an der Firma Apple, welche erst kürzlich Krisenvorbereitungen traf. Auf Platz 2 folgt mit fast 10 Prozent die Bank of America. Danach kommen mit rund 7 Prozent die Titel von Coca-Cola, Chevron und American Express. Wer sich mit diesen Titeln gut anfreunden kann, für den ist auch die Aktie von Berkshire Hathaway. 

Anleger, die diese Titel nicht so sehr mögen, die sollten überlegen, ob die Aktie wirklich in ihr Depot passt. 

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