US-Industrie kommt nicht bergauf - Gespanntes Warten auf Powell

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Washington (Reuters) - Die US-Industrie hat ihre Talfahrt auch im November fortgesetzt. Der Einkaufsmanagerindex für den Sektor verharrte auf dem Vormonatswert von 46,7 Zählern, wie aus der am Freitag veröffentlichten Firmenumfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 47,6 Punkten gerechnet, womit der Wert näher an die Wachstumsschwelle von 50 Zählern herangerückt wäre. Das Barometer tendiert mittlerweile den 13. Monat in Folge unter diesem Schwellenwert.

Der US-Bausektor entwickelte sich unterdessen trotz der im Zuge der strafferen Geldpolitik gestiegenen Hypothekenkosten überraschend gut. Die Bauausgaben stiegen im Oktober um 0,6 Prozent, wie das Handelsministerium mitteilte. Experten hatten lediglich mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet, nach einem abwärts revidierten Zuwachs von 0,2 Prozent im September.

Die US-Notenbank Fed hatte die Leitzinsen im Kampf gegen die Inflation seit Anfang 2022 von nahe null auf eine Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent erhöht. Zuletzt hielten die Währungshüter die Füße still. An den Finanzmärkten wird mit einer längeren Zinspause gerechnet. Zugleich hat Fed-Direktor Christopher Waller eine Debatte über eine mögliche geldpolitische Lockerung im nächsten Jahr losgetreten. Erkenntnisse über den weiteren geldpolitischen Kurs erhofften sich Anleger von einem Auftritt von Fed-Chef Jerome Powell am Spelman College in Atlanta im Bundesstaat Georgia ab 17.00 Uhr (MEZ).

(Bericht von Lucia Mutikani, geschrieben von Reinhard Becker, redigiert von Christian Rüttger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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