Umfrage - US-Firmen schaffen weniger Jobs als gedacht

Washington (Reuters) - Die US-Unternehmen haben einer Umfrage zufolge im Mai weniger Jobs geschaffen als erwartet.
Unter dem Strich entstanden 152.000 neue Stellen in der Privatwirtschaft, wie der Personaldienstleister ADP am Mittwoch zu seiner Firmenbefragung mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Stellenzuwachs von 175.000 gerechnet. Das Plus im April wurde zudem von ursprünglich 192.000 auf nunmehr 188.000 nach unten korrigiert.
Am Freitag steht der offizielle US-Arbeitsmarktbericht an, der auch den öffentlichen Dienst umfasst. Experten erwarten für Mai einen Stellenaufbau von 185.000 außerhalb der Landwirtschaft, nach 175.000 im April. Einer Faustregel folgend, genügen bereits rund 100.000 zusätzliche Stellen pro Monat, um die wachsende US-Bevölkerung mit Jobs zu versorgen.
Die US-Notenbank Fed bekämpft mit einem straffen geldpolitischen Kurs die hohe Inflation und versucht damit auch, den Arbeitsmarkt abzukühlen. Sie hält den Schlüsselzins in der Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent. Angesichts der zähen Inflation rechnen viele Beobachter erst in einigen Monaten mit einer Zinswende, die die Europäische Zentralbank hingegen voraussichtlich bereits am Donnerstag vollziehen wird.
(Bericht von Dan Burns, geschrieben von Reinhard Becker, redigiert von Kerstin Dörr - Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)