Bundesanwaltschaft gibt Festnahme dreier mutmaßlicher Agenten bekannt

(Ergänzt fehlende Buchstaben in Überschrift)
Berlin (Reuters) - Unter dem dringenden Verdacht der Tätigkeit für einen ausländischen Geheimdienst hat die Bundesanwaltschaft drei Männer aus Russland, der Ukraine und Armenien festnehmen lassen.
Für welchen Dienst sie gearbeitet haben sollen, teilte die oberste deutsche Anklagebehörde am Freitag in Karlsruhe nicht mit. Die Männer hätten sich in Deutschland aufgehalten, "um Informationen zu einer hier aufhältigen Person aus der Ukraine zu sammeln", hieß es in einer Erklärung. Dazu hätten sie am 19. Juni ein Café in Frankfurt am Main ausgekundschaftet, in dem sich die Person habe aufhalten sollen. Die drei Verdächtigen seien am selben Tag festgenommen und am Donnerstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt worden. Dieser habe die Haftbefehle erlassen.
Stellungnahmen der genannten Staaten lagen zunächst nicht vor. In den vergangenen Monaten hat es mehrere mutmaßliche Spionagefälle in Deutschland gegeben. Im April wurde ein Mitarbeiter des damaligen AfD-Spitzenkandidaten für die Europawahl, Maximilian Krah, wegen des Verdachts auf Spionage für China festgenommen. Im selben Monat nahm die Bundesanwaltschaft drei Deutsche unter dem Vorwurf ähnlicher Machenschaften fest. Sie ging zudem gegen zwei Männer vor, die für Russland spioniert und Sabotageakte vorbereitet haben sollen. Bei den beiden in Bayreuth Festgenommenen handelte es sich den Angaben zufolge um Deutsch-Russen.
(Bericht von Holger Hansen, Andrey Sychev und Scot W. Stevenson, redigiert von Jörn Poltz.; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)