Lohnwachstum im Euroraum zieht im Juni leicht an

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Frankfurt (Reuters) - Das Lohnwachstum in der Euro-Zone hat zu Beginn des Sommers leicht zugenommen.

Die Gehälter für die auf ihrer Webseite ausgeschriebenen Jobs stiegen im Juni im Vorjahresvergleich um 3,7 Prozent nach jeweils 3,5 Prozent in den Vormonaten März, April und Mai, wie die Job-Webseite Indeed am Mittwoch aufgrund eigener Berechnungen mitteilte. "In Frankreich, Deutschland und Irland war das Lohnwachstum stabil oder rückläufig und liegt bereits auf oder nahe dem Niveau vor der Pandemie", erklärte Indeed. In Italien, den Niederlanden und Spanien ziehe jedoch das Lohnwachstum an und bleibe relativ hoch.

Die Daten des Indeed-Gehalts-Trackers werden von der Europäischen Zentralbank (EZB) genau verfolgt. EZB-Chefvolkswirt Philip Lane hatte häufig auf sie verwiesen. Das Nach-Pandemie-Hoch bei den Daten hatte bei einem Wachstum von 5,4 Prozent gelegen. Vor der Corona-Krise hatte sich das Lohnwachstum noch in einer Spanne von 2,0 bis 2,5 Prozent bewegt. Die neusten Daten entsprechen weitgehend den Prognosen der EZB.

Die Euro-Notenbank hatte im Juni erstmals seit fast fünf Jahren die Zinsen wieder gesenkt. Zum weiteren Kurs äußerte sich die EZB-Führung aber bislang nur sehr vorsichtig. Das nächste Zinstreffen der Währungshüter findet bereits am Donnerstag kommender Woche in Frankfurt statt. Am Finanzmarkt werden für dieses Jahr noch ein bis zwei Schritte nach unten erwartet, wobei viele Volkswirte davon ausgehen, dass die EZB am 18. Juli voraussichtlich ihre Füße stillhalten wird.

(Bericht von Frank Siebelt, redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)