Warum ich meine Ver-5-facher-Aktien nicht so schnell verkaufe

Aktien wie Novo Nordisk, Axon Enterprise oder Mercadolibre besitzen eine Gemeinsamkeit: Sie haben sich in meinem Depot mittlerweile verfünffacht. Oder mehr. Gleichzeitig kann ich noch die eine oder andere Parallele zwischen all diesen Wertpapieren ziehen.
Die erste ist: Durch die starke Performance sind sie mittlerweile zu Schwergewichten in meinem Depot geworden. Gleichzeitig verkaufe ich all diese Aktien nicht. Selbst wenn sie sich verfünffacht haben. Oder mehr.
Natürlich liegt das daran, dass ich Buy-and-Hold-Investor bin. Allerdings habe ich drei andere Gründe, die dich vielleicht auch zum Nachdenken animieren.
Ver-5-facher-Aktien: Starke Investitionsthesen!
Der erste Grund, warum ich solche starken Aktien nicht verkaufe, hängt mit meinem Ansatz zusammen. Als Investor glaube ich, dass es langfristig cleverer ist, eine Gewinner-Aktie mit einer intakten Investitionsthese im Depot zu haben. Als bloß einfach eine günstige Aktie und hier auf den Turnaround zu hoffen.
Das heißt: Ich glaube felsenfest daran, dass sich die besonders guten und starken Unternehmen langfristig konsequent weiter durchsetzen werden. Wenn sie sich verfünffachen, so ist das ein Indikator dafür, dass meine These aufgegangen ist. Es gibt also Wachstum. Steigende Gewinne. Oder einen First-Mover in einem Markt, der über das gewisse Etwas verfügt.
Mein Ansatz ist nicht, dass ich bei solchen Aktien frühzeitig aussteige. Es wäre so, als würde ich meine Perlen verkaufen und den Mist im Depot behalten. Jedenfalls möchte ich nicht meine Gewinner frühzeitig verkaufen, bloß um Gewinne zu sichern. Als Investor mit einem zeitlichen Horizont von voraussichtlich noch mehr als 30 Jahren glaube ich: Viele solcher Verfünffacher-Aktien haben erst an der Spitze der eigenen Möglichkeiten gekratzt. Insbesondere über viele Jahre und Jahrzehnte.
Die Mathematik ist überaus entscheidend!
Gleichzeitig sollten wir die Mathematik nicht außer Acht lassen. Wenn Aktien sich verfünffacht haben, so mag das reizvoll sein. Aus 1.000 Euro sind 5.000 Euro geworden. Wer sogar 2.500 Euro investiert hat, der besitzt 12.500 Euro! Ganz ehrlich: Ich kenne all diese Gedanken. Gewinne sichern macht einen außerdem nicht ärmer. Richtig?
Ja, schon. Aber macht es dich auch wirklich reich? Stell’ dir vor: Du hast diese eine Gewinner-Aktie. Sie verfünffacht sich. Du verkaufst. Danach steigt sie nochmal um den Faktor 10. Was heißt: Aus den ursprünglichen 2.500 Euro wären sogar 125.000 Euro geworfen. Uff. Da staunen wir nicht schlecht, was?
Wenn man eine Verfünffacher-Aktie jedoch ab diesem Zeitpunkt verkauft hat, sichert man die 12.500 Euro. Einem entgeht eine Gesamtperformance von 90 %! Zumindest mit Blick auf die Option, dass man als Anleger die komplette Reise mitgenommen hätte. Wäre es dir das wert, frühzeitig aus einer Aktie auszusteigen? Ich denke nicht. Vor allem nicht, wenn wir bedenken, dass intakte Growth-Stories dazu neigen, weiter an Wert zu gewinnen.
Ver-5-facher-Aktien: Bedenke die Trefferquote
Zu guter Letzt glaube ich, dass wir bei Verfünffacher-Aktien sehr zufrieden sein können. Wir haben eine gute Investitionsentscheidung getroffen. Gibt es eine wachsende, profitable Basis und ist die Bewertung nicht zu teuer: Warum sollte ich jemals eine solche Aktie verkaufen?
Vielleicht, weil sie größer wird. Ja, das mag sein. Aber wir sollten gleichzeitig auch überlegen, wie die Trefferquote bei einer solchen Aktie ist. Wir identifizieren nicht jeden Tag solche Aktien. Aber genau diese Aktien bewegen das Depot.
Alleine hinsichtlich des Chance-Risiko-Verhältnisses mit Blick auf das Gesamtdepot und unsere Trefferquote glaube ich: Es macht wenig Sinn, einen solchen Gewinner zu verkaufen. Ich jedenfalls habe meine Aktien allesamt noch im Depot. Und da bleiben sie zumindest bei mir auch.
Der Artikel Warum ich meine Ver-5-facher-Aktien nicht so schnell verkaufe ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.
Warum jetzt der schlechteste Zeitpunkt sein könnte, um Aktien zu kaufen
Stehen wir vor einem Crash wie 2001, 2008 und 2020?! Okay, so weit würden wir von Aktienwelt360 selbstverständlich nie gehen. Allerdings sind wir der Meinung: Jetzt ist einer der schlechteren Zeitpunkte, um All-in in Aktien zu gehen. Und das, obwohl die Börsen reihenweise Rekordhochs erklimmen.
In unserem kostenlosen Sonderbericht erfährst du, warum ausgerechnet jetzt Vorsicht geboten ist und wie clevere Investoren jetzt vorgehen, um langfristig doch zu profitieren.
Klicke hier, um diesen Bericht jetzt gratis zu lesen.
Vincent besitzt Aktien von Axon Enterprise, Mercadolibre und Novo Nordisk. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Axon Enterprise und Mercadolibre.
Aktienwelt360 2024