Sender - US-Geheimdienst gab Hinweis zu Gefahr bei Taylor-Swift-Konzert in Wien
Wien (Reuters) - Die Festnahme zweier Verdächtiger wegen mutmaßlicher Pläne für einen Anschlag bei einem Taylor-Swift-Konzert in Wien erfolgte laut einem Medienbericht nach einem Hinweis des US-Geheimdienstes.
Die Informationen über eine mutmaßliche Gefahr bei den Konzerten der US-Pop-Sängerin stammten von den US-Geheimdiensten und seien an die österreichischen Behörden und Europol weitergeleitet worden, berichtete ABC News am Donnerstag unter Berufung auf mehrere Strafverfolgungs- und Geheimdienstquellen. Auch wenn die Verdächtigen von der Extremisten-Miliz Islamischer Staat inspiriert worden seien, gingen die Ermittler nicht davon aus, dass die mutmaßlichen Anschlagspläne von IS-Aktivisten gesteuert worden seien, heißt es in dem Bericht des US-Senders weiter.
Der US-Geheimdienst habe mindestens einen Verdächtigen entdeckt, der sich Anfang Juli über den Kurznachrichtendienst Telegram zum IS bekannt habe, zitierte ABC die Insider. Die Ermittler seien nicht davon überzeugt, dass der mutmaßliche Plan funktioniert hätte. Derzeit laufen die Ermittlungen der österreichischen Behörden. Es ist noch nicht bekannt, ob von den Tatverdächtigen eine funktionierende Bombe hergestellt wurde. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) will noch am Vormittag bei einer Pressekonferenz in Wien weitere Details bekanntgeben.
(Bericht von Alexandra Schwarz-Goerlich, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)