Zinspolitik

EZB-Währungshüter nehmen September-Sitzung für Kursbestimmung in den Blick

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Alexandros Michailidis/Shutterstock.com

Die Währungshüter der EZB richten vor dem Hintergrund einer Überprüfung ihres Kurses den Blick auf die Zinssitzung im September.

Sie werde als guter Zeitpunkt angesehen, um das Ausmaß des restriktiven Kurses neu zu bewerten, hieß es im Protokoll der jüngsten Zinssitzung von 17. und 18. Juli, das die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag veröffentlichte. "Dieses Treffen sollte unvoreingenommen angegangen werden", hieß es darin. Es findet am 11. und 12. September in Frankfurt statt.

Die Währungshüter bekräftigten laut Protokoll bei ihren Beratungen, wie wichtig es sei, die Inflation rechtzeitig und nachhaltig auf das Zielniveau zu senken. Das sei nicht nur wichtig für die Glaubwürdigkeit der Notenbank. Eine weitere Verzögerung sei auch mit hohen Kosten verbunden. Die EZB strebt 2,0 Prozent Inflation an - im Juli lag die Rate im Euroraum bei 2,6 Prozent. "Gleichzeitig wurde betont, dass eine graduelle Lockerung der geldpolitischen Restriktion ein Balanceakt sei", hieß es im Protokoll. Denn es gelte auch, die Wirtschaft nicht übermäßig dadurch zu schädigen, dass die Zinssätze zu lange auf einem konjunturbremsenden Niveau gehalten werden.

Die EZB hatte nach der ersten Zinsenkung seit 2019 im Juni auf der darauffolgenden Juli-Sitzung die Füße stillgehalten. Notenbank-Chefin Christine Lagarde ließ die Tür für eine Entscheidung im September aber weit offen. Am Geldmarkt wird aktuell - gemessen an den Zinsfutures - die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im September mit 98 Prozent eingestuft.

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