Dax Tagesrückblick 11.09.2024

Dax im Plus - Commerzbank mit zweistelligem Kurssprung

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Quelle: viewimage/Shutterstock.com

Der Dax ist am Mittwoch richtungslos zwischen moderaten Gewinnen und Verlusten gependelt. Der deutsche Leitindex gewann letztlich 0,35 Prozent auf 18.330,27 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Börsenunternehmen stieg um 0,37 Prozent auf 25.105,73 Punkte. 

Auch wenn mit Zinssenkungen durch die EZB und die Fed gerechnet wird, warten die Anleger lieber ab. Die Verbraucherpreise aus den USA, von denen sie sich Hinweise auf das geldpolitische Vorgehen in der weltgrößten Volkswirtschaft erhofft hatten, zeigten ein gemischtes Bild.

Zwar fiel die Abschwächung des Preisauftriebs auf 2,5 Prozent wie erwartet aus und die Inflationsrate ist damit so niedrig wie seit Februar 2021 nicht mehr. Die Kerninflation jedoch, also ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise, stieg im Vergleich zum Juli überraschend und deutlich. Im Jahresvergleich hielt sie sich zudem oberhalb von drei Prozent, was Experten zufolge die Erwartungen an die Zinssenkungen dämpfen dürfte. So gilt zunehmend nur ein kleiner Zinsschritt der Fed als wahrscheinlichstes Szenario. "Die immer noch hohe Kerninflationsrate macht ein vorsichtigeres Vorgehen notwendig", schlussfolgert auch Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank in Liechtenstein

Commerzbank mit Kurssprung

Unter den Einzelwerten am deutschen Aktienmarkt war das Papier der Commerzbank klarer Favorit. Die Unicredit ist bei dem viertgrößten deutschen Finanzinstitut eingestiegen und könnte die umfangreiche Beteiligung womöglich weiter ausbauen. Nach dem Erwerb von Staatsanteilen und Käufen am Markt hält die italienische Bank rund neun Prozent.

Die Unicredit will bei den Aufsichtsbehörden die Genehmigung beantragen, bei Bedarf mehr als 9,9 Prozent der Commerzbank übernehmen zu dürfen. Das heizt Übernahmespekulationen an. Der Börsenwert der Commerzbank zog zuletzt um rund 19 Prozent auf rund 17,75 Milliarden Euro an.

Die Gewerkschaft Verdi hat heftigen Widerstand gegen eine mögliche Übernahme der Commerzbank durch den italienischen Konkurrenten Unicredit angekündigt. Man werde sich "mit allen Mitteln" wehren, sagt Verdi-Gewerkschaftssekretär und Commerzbank-Aufsichtsrat Stefan Wittmann dem "Handelsblatt". Zur Begründung führt er die Übernahme der Münchener Hypovereinsbank im Jahr 2005 durch Unicredit an. Dort seien tausende Arbeitsplätze gestrichen und viele Kompetenzen nach Mailand abgezogen worden. "Wir wollen nicht das gleiche Schicksal erleiden wie die Hypo-Vereinsbank."

(mit Material von dpa-AFX)

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