Trump beklagt mangelnde Unterstützung jüdischer US-Wähler

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Washington (Reuters) - Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat sich über die mangelnde Unterstützung jüdisch-amerikanischer Wähler beklagt.

Sollte er die Wahl im November nicht gewinnen, würden die jüdischen US-Wähler "damit wirklich viel zu tun haben", sagte Trump in einer Rede vor dem Israeli-American Council (IAC) in Washington am Donnerstag. Er verwies auf eine Umfrage, wonach 60 Prozent dieser Wähler-Gruppe für die Demokratin Kamala Harris seien. Trump warnte das Publikum, dass Israel vermutlich innerhalb von zwei Jahren nicht mehr existieren werde, sollte Harris die Wahl im November gewinnen. Die jüdischen Wähler trügen daran dann eine Teil-Schuld, da sie dazu tendierten, für die Demokraten zu stimmen.

Auf welche Umfrage sich Trump konkret bezog, war nicht klar. Laut einer kürzlich veröffentlichten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Pew Research erhält Harris von der jüdischen Wählerschaft in den USA 65 Prozent Zuspruch, während Trump nur auf 34 Prozent kommt.

Umfragen zu der Wahl insgesamt zeigen jedoch, dass die beiden Kandidaten dicht beieinander liegen. Im November dürfte es daher auf jede Stimme ankommen. Jüdische Wähler haben bei Präsidentschaftswahlen in den vergangenen Jahrzehnten stets klar überwiegend für die Demokraten gestimmt. Doch angesichts des erwarteten knappen Ausgang in diesem Jahr könnte es schon reichen, nur ein paar von ihnen dazu zu bewegen, republikanisch zu wählen. Das Trump-Lager hat daher als eine Priorität ausgegeben, gerade in den besonders hart umkämpften Bundesstaaten jüdische Wähler besonders zu umwerben.

(Bericht von Gram Slattery und Tim Reid, geschrieben von Christian Rüttger, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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