Saatguthersteller

KWS Saat übertrifft Prognosen und erwartet sinkende Wachstumsdynamik

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: T. Schneider/Shutterstock.com

KWS Saat hat ein starkes viertes Quartal verzeichnet und damit im vergangenen Geschäftsjahr besser abschnitten als erwartet. 2023/24 (per Ende Juni) stieg der Umsatz um 12 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro, wie der Saatguthersteller anhand vorläufiger Zahlen am Freitag in Einbeck mitteilte. Auf vergleichbarer Basis lag das Wachstum bei 16 Prozent.

Das Unternehmen hatte zuletzt Ende April seine Prognose erhöht und hier 11 bis 13 Prozent Plus in Aussicht gestellt. Auch beim operativen Ergebnis übertraf KWS Saat die eigenen Erwartungen: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte mehr als die Hälfte auf zirka 300 Millionen Euro, die entsprechende Marge erreichte 18 Prozent. Hier hatte das Unternehmen zuletzt 15 bis 17 Prozent auf dem Zettel.

KWS Saat profitierte dabei von einem guten Zuckerrübengeschäft. Zudem verbuchte das Unternehmen einen positiven Ergebniseffekt aus der Veräußerung des chinesischen Maisgeschäfts inklusive Lizenzen. Die vorläufigen Zahlen beziehen sich den Angaben zufolge nach den Ende März 2024 getroffenen Vereinbarungen zum Verkauf des südamerikanischen Maisgeschäfts auf das fortgeführte Geschäft von KWS. Die im SDax notierte Aktie kletterte auf ein Hoch von Anfang 2023. Zuletzt betrug das Plus gut 2,6 Prozent.

Für das neue Geschäftsjahr geht KWS Saat von einer geringeren Wachstumsdynamik aus und erwartet ein vergleichbares Umsatzplus von 2 bis 4 Prozent. Dies sei auf das insgesamt gedämpfte Agrarumfeld sowie einen erwarteten, deutlichen Rückgang im Russland-Geschäft als Folge von Importrestriktionen und Lokalisierungsbestrebungen für Saatgut zurückzuführen.

Die Ebit-Marge wird bei 14 bis 16 Prozent erwartet. Zudem geht KWS von einem Ergebnisbeitrag von etwa 100 Millionen Euro nach Steuern aus dem Verkauf des südamerikanischen Maisgeschäfts aus.

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