Streit um Hoheitsrechte - Kollision von chinesischem mit philippinischem Schiff

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Manila (Reuters) - Im Streit zwischen China und den Philippinen um Hohheitsrechte im Südchinesischen Meer ist es erneut zu einem Zwischenfall gekommen.

Ein Boot der sogenannten chinesischen Seemiliz habe ein philippinisches Fischerboot in der Nähe der Insel Thitu gerammt, teilte die philippinische Fischereibehörde am Montagabend (Ortszeit) mit. In einem von der Behörde veröffentlichten Video ist zu sehen, wie sich das chinesische Boot mit der Bugnummer 00108 dem Schiff "Datu Cabaylo" nähert. Durch die darauf folgende Kollision seien Teile der Steuerbordseite des philippinischen Schiffes verbeult, erklärte die Behörde.

Eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums erklärte, ein philippinisches Schiff habe in chinesischen Gewässern einen gefährlichen Kurs gesteuert und sei mit einem chinesischen Fischerboot zusammengestoßen. "China fordert die Philippinen auf, die territoriale Souveränität und die maritimen Rechte und Interessen Chinas im Südchinesischen Meer ernsthaft zu respektieren", sagte die Sprecherin. Die Philippinen sollten Handlungen unterlassen, die die Lage verkomplizieren könnten.

Vergangene Woche hatte der philippinische Präsident Ferdinand Marcos Jr. beim Gipfeltreffen der südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean) gefordert, Verhandlungen über einen Verhaltenskodex für das Südchinesische Meer zu beschleunigen. Alle Parteien müssten "ernsthaft offen dafür sein, Differenzen wirklich zu managen" und die Spannungen zu verringern, hatte Marcos erklärt.

China beansprucht fast das gesamte Südchinesische Meer als eigenes Hoheitsgebiet, einschließlich der von den Philippinen besetzten Thitu. Die Volksrepublik erkennt ein Urteil des internationalen Ständigen Schiedshofs in Den Haag nicht an, wonach ihre Ansprüche keine Grundlage haben. Die Philippinen werfen China vor, in den umstrittenen Gewässern eine "Seemiliz" kreuzen zu lassen. Die Regierung in Peking hat dazu erklärt, es handele sich um zivile Schiffe.

(Bericht von Neil Jerome Morales und Karen Lema, geschrieben von Hans Busemann, redigiert von Scot W. Stevenson; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)

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