Trump nominiert Floridas ehemalige Generalstaatsanwältin als Justizminsterin

Washington (Reuters) - Der designierte US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag (Ortszeit) die ehemalige Generalstaatsanwältin von Florida, Pam Bondi, als neue US-Justizministerin nominiert.
Trump kündigte seine Entscheidung in den sozialen Medien an und lobte Bondi für ihre Erfahrung als Staatsanwältin. "Pam wird das Justizministerium wieder auf seinen eigentlichen Zweck ausrichten, nämlich die Kriminalität zu bekämpfen und Amerika wieder sicher zu machen", schrieb er und fügte hinzu, dass Bondi auch die Politisierung der Strafverfolgung auf Bundesebene beenden werde. Sie ersetzt Trumps früheren Kandidaten Matt Gaetz, der sich wegen des Vorwurfs zu sexuellen Fehlverhaltens und illegalen Drogenkonsums am gleichen Tag aus dem Verfahren zurückgezogen hatte. Von Pam Bondi, einer Trump-Loyalistin, wird erwartet, dass sie Trumps politische Agenda umsetzt.
Bondi war von 2011 bis 2019 die oberste Strafverfolgerin des drittbevölkerungsreichsten US-Bundesstaates Florida und Mitglied von Trumps Kommission für Opioid- und Drogenmissbrauch während seiner ersten Amtszeit. Zuletzt leitete sie den juristischen Arm des America First Policy Institute, einer rechtsgerichteten Denkfabrik, deren Mitarbeiter eng mit Trumps Kampagne zusammengearbeitet haben, um die Politik für seine neue Regierung mitzugestalten. Bondi wird im Vergleich zu Matt Gaetz wahrscheinlich auf weniger Widerstand bei den am Bestätigungsverfahren beteiligten Senatoren stoßen.
(Bericht von Sarah N. Lynch und Daniel Trotta, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)