BKA warnt Unternehmen vor russischer Sabotage

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Berlin (Reuters) - Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt deutsche Unternehmen vor möglichen Sabotageakten im Auftrag Russlands.

Dies geht aus einem vertraulichen Dokument hervor, das die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag einsehen konnte. "Das Agitationsspektrum solcher im Auftrag russischer Stellen handelnder Personen reicht von Ausspähungs- und Propagandadelikten bis hin zu Sabotagehandlungen", heißt es in dem Schreiben. Dies könne den Betrieb von kritischer Infrastruktur und Unternehmen stören.

Auch kleinere Vorfälle wie unbefugte Fotografien und Videoaufnahmen, das Betreten von Firmengeländen ohne Erlaubnis, Graffiti, Brände und Explosionen sollten misstrauisch machen, warnt das BKA. Verwiesen wird dabei auch auf eine Reihe unbefugter Drohnenüberflüge an Orten wie militärischen Einrichtungen, LNG- und Ölterminals, Seehäfen und Logistikunternehmen in den vergangenen Monaten. Zudem stehen russische Stellen im Verdacht, Pakete in Logistikdepots in ganz Europa zur Explosion gebracht zu haben.

In dem Schreiben wird auch davor gewarnt, russische Stellen könnten über soziale Medien versuchen, Kontakt zu einzelnen Mitarbeitern aufzunehmen. Bruno Kahl, der Leiter des deutschen Auslandsnachrichtendienstes BND, hatte vergangenen Monat ebenfalls vor russischen Sabotageakten gewarnt. Die russische Botschaft in Berlin war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Russland weist Sabotagevorwürfe zurück.

(Bericht von Sabine Siebold; Bearbeitet von Alexander Ratz; Redigiert von Sabine Ehrhardt; Bei Rückfragen wenden Sie sich an berlin.newsroom@tr.com)

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