Qimonda-Gläubiger erhalten dritte Abschlagszahlung

Düsseldorf (Reuters) - Die rund 2100 Gläubiger der insolventen Infineon-Tochter Qimonda erhalten eine dritte Abschlagszahlung.
Damit kassieren sie insgesamt mehr als 550 Millionen Euro, was einer Quote von 33 Prozent entspricht, wie Insolvenzverwalter Michael Jaffé am Donnerstag mitteilte. Für ein Verfahren in dieser Größenordnung sei das ein außerordentlich hoher Wert. "Wir sind dem Verfahrensabschluss damit einen entscheidenden Schritt nähergekommen", erklärte er.
Bei Qimonda handelt es sich um die ehemalige Speicherchip-Sparte von Infineon, die 2009 in die Insolvenz rutschte. Der Insolvenzverwalter machte bei seiner Klage einen Betrag von rund 3,4 Milliarden Euro zuzüglich Zinsen geltend. Er warf Infineon unter anderem vor, das Speicherchip-Geschäft zu überhöhten Preisen ausgegliedert zu haben.
(Bericht von Anneli Palmen, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)