Amokläufer tötet zwölf Menschen in Montenegro

Reuters · Uhr

Podgorica (Reuters) - Ein Amokläufer hat in Montenegro zwölf Menschen erschossen.

Als die Polizei ihn schließlich stellte, richtete er seine Waffe gegen sich selbst und erlag seinen Verletzungen auf dem Weg ins Krankenhaus in den frühen Morgenstunden am Donnerstag, wie die Behörden mitteilten. Der 45-jährige Schütze sei in der Kleinstadt Cetinje am Mittwochnachmittag in einem Restaurant in einen handfesten Streit geraten. Daraufhin habe er zu Hause eine Waffe geholt, sei zurückgekehrt und habe zunächst vier Menschen in dem Lokal erschossen. Anschließend habe er an drei anderen Orten noch acht weitere Menschen getötet, darunter zwei Kinder. Vier Menschen seien zudem lebensbedrohlich verletzt worden, einer befinde sich noch in kritischem Zustand, teilte die Krankenhausleitung von Podgorica mit.

Nach Angaben der Polizei war der Schütze stark alkoholisiert und bereits in der Vergangenheit wegen illegalen Waffenbesitzes aufgefallen. Es handle sich nicht um einen Fall organisierter Kriminalität. Cetinje war auch 2022 Schauplatz einer folgenschweren Schießerei. Damals tötete ein Schütze zehn Menschen, darunter zwei Kinder, bevor er selbst erschossen wurde. Der Ort liegt knapp 40 Kilometer westlich von der Hauptstadt Podgorica.

Ministerpräsident Milojko Spajic kündigte eine Überprüfung der Waffengesetze an, auch ein vollständiges Waffenverbot sei denkbar. Das aber dürfte auf Widerstand in dem kleinen Balkan-Staat stoßen, wo Waffen sher verbreitet sind

(Bericht von Stevo Vasiljevic, geschrieben von Christian Rüttger.; Redigiert von Hans Busemann; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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