Schwere Waldbrände bei Los Angeles außer Kontrolle geraten

Reuters · Uhr

Los Angeles (Reuters) - In Los Angeles sind die verheerenden Waldbrände außer Kontrolle geraten.

Zehntausende Menschen mussten nach Evakuierungsbefehlen ihre Häuser verlassen. Angefacht von starken Winden breiten sich derzeit mindestens drei Brände in der Umgebung der US-Westküstenmetropole aus. "Es handelt sich um Winde in Orkanstärke", sagte Sheila Kelliher, Leiterin der Feuerwehr von Los Angeles County, am Mittwoch dem Sender CBS. "Es ist extrem." Hunderte von Gebäuden im Stadtteil Pacific Palisades sind wahrscheinlich verloren. Der Schaden werde mit Sicherheit noch schwerer, wenn die Brände weiter außer Kontrolle gerieten, sagte Stadträtin Traci Park, zu deren Bezirk das Viertel gehört.

Bislang wurden keine Todesfälle gemeldet, aber einige Menschen wurden durch das Feuer in Palisades verletzt, das lokalen Medien zufolge eine Fläche von etwa 1200 Hektar Land verbrannt hat. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom hatte am Dienstag den Notstand ausgerufen. Die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, forderte die Einwohner am Mittwoch auf, die Evakuierungs- und Parkanordnungen zu befolgen und bei Bedarf die von den Behörden eingerichteten Schutzräume zu nutzen. "Seien Sie wachsam, und bleiben Sie in Sicherheit", schrieb sie auf der Online-Plattform X. Der Sturm dürfte sich im Laufe des Vormittags noch verstärken.

Der Verkehr kam auf einigen Straßen in dem wohlhabenden Viertel zum Erliegen, Autos steckten im Stau fest. Einige Menschen ließen ihre Fahrzeuge zurück und brachten sich zu Fuß in Sicherheit. Mit Bulldozern musste die Feuerwehr abgestellte Autos aus dem Weg räumen, um mit ihren Löschwagen voranzukommen.

Pacific Palisades ist eine der teuersten Gegenden des Landes. Ein typisches Haus wurde Ende 2023 von Experten auf 3,7 Millionen Dollar geschätzt. Rund 188.000 Haushalte und Unternehmen im Bezirk Los Angeles waren am Mittwoch ohne Strom, wie Daten von PowerOutage.us zeigten.

In einer ersten Schätzung geht die US-Großbank JP Morgan von einem Versicherungsschaden von bis zu zehn Milliarden Dollar aus.

(Bericht von Jorge Garcia, Mike Blake und Daniel Cole, geschrieben von Birgit Mittwollen, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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