Aktie im Minus

Größter Pensionsfonds Europas trennt sich von allen Tesla-Papieren

onvista · Uhr

Europas größer Pensionsfonds hat sich von seinen gesamten Anteilen an Tesla getrennt – weil die Manager unzufrieden sind mit Musks Aktienboni.

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Quelle: askarim / Shutterstock.com

Der Stichting Pensioenfonds ABP hat sich von all seinen Tesla-Anteilen getrennt, zuletzt gut 571 Millionen Euro wert. Das berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Offenbar gefiel den Managern des größten Pensionsfonds Europas nicht, woran sich auch viele andere Tesla-Aktionäre stören: Musks Aktienboni.

„Wir hatten ein Problem mit Musks Vergütungspaket“, erklärte ein Sprecher gegenüber Bloomberg. Einem niederländischen Zeitungsbericht zufolge zählten auch die schlechten Arbeitsbedingungen bei Tesla zu den Gründen für den Abverkauf.

Richterin erklärt Musks Vergütungsklauseln mehrfach für nichtig

2018 vereinbarte Musk mit Teslas Verwaltungsrat ein Vergütungspaket in Form von Aktien, welches damals zunächst 2,6 Milliarden Dollar wert war. Bis zum vergangenen Dezember schwoll der Wert bis auf 101 Milliarden Dollar an, ehe eine Richterin in Delaware die Vergütung für nichtig erklärte – zum wiederholten Male.

Der Richterin zufolge habe Musk Verwaltungsrat und Aktionäre mit den Vergütungsklauseln in die Irre geführt. Musk will nun mit dem Fall vor das oberste Gericht des US-Bundesstaats ziehen. ABP wiederum schuf nun Fakten angesichts des „kontroversen und außergewöhnlich hohen“ Vergütungspakets.

Dokumenten des Pensionsfonds zufolge war das Aktienpaket die 62.-größte Position im Portfolio von ABP, wobei allerdings auch viele milliardenschwere Anleihenpositionen zu ABPs Investments gehören. Größere Anteile hält der Fonds unter anderem an Apple (4,3 Milliarden Euro), Microsoft (4,0 Milliarden Euro) oder Alphabet (2,5 Milliarden Euro).

Tesla-Aktien fällt - zusammen mit anderen Tech-Werten

Im europäischen Handel fiel Teslas Aktie zum Wochenauftakt. Zuletzt betrug das Minus 2,77 Prozent auf rund 374 Euro. Ob das Minus mit der Entscheidung des Pensionsfonds zusammenhängt, ist allerdings fraglich, denn vorbörslich fielen viele der beliebten US-Techwerte.

Nichtsdestotrotz geht damit die Verlustserie bei Tesla weiter. Im vergangenen Monat verlor der Kurs zehn Prozent an Wert. Nach dem Wahlsieg Trumps hatte die Aktie jedoch auch zu den größten Gewinnern des vierten Quartals gehört. Zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember schoss das Papier um fast 75 Prozent hoch und markierte bei 457 Euro ein Rekordhoch.

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