Ikea warnt vor höheren Preisen durch Zölle

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Davos/London (Reuters) - Der Eigner des schwedischen Möbelkonzerns Ikea hat am Tag der Amtseinführung von Donald Trump als US-Präsident vor steigenden Verbraucherpreisen durch höhere Zölle gewarnt. "Wir und wahrscheinlich alle internationalen Unternehmen gedeihen am besten bei harmonisierten Zöllen", sagte Ingka-Chef Jesper Brodin der Nachrichtenagentur Reuters auf der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) im schweizerischen Davos am Montag. Es gelte "je weniger, desto besser, denn schließlich besteht in jedem Land mit Zöllen das Risiko, dass man diese als Unternehmen an die Kunden weitergeben muss", erklärte er.

Weltweit agierende Konzerne stellen sich seit geraumer Zeit auf mögliche höhere US-Zölle unter Trump ein. Er hat im Wahlkampf wiederholt gedroht, sämtliche Importe mit hohen Zöllen zu belegen und etwa Aufschläge auf Waren aus der EU von zehn oder 20 Prozent ins Spiel gebracht.

Hinzu kämen Inflation und hohe Zinssätze. Diese hätten die Konsumlaune in den vergangenen Jahren deutlich getrübt, sagte Brodin. Doch er sehe eine anziehende Nachfrage und ist bezüglich der Zukunftsaussichten zuversichtlich: "Wir sehen bereits eine Verschiebung, bei der die Menschen zu einem normalen Konsumverhalten zurückkehren."

Die Ingka Group ist die weltgrößte Franchisenehmerin von Ikea, ihr gehören die meisten Möbelhäuser des Einrichtungskonzerns. Sie betreibt Filialen in 31 Ländern und steuert 90 Prozent des weltweiten Ikea-Umsatzes bei. Im vergangenen Jahr gingen die Erlöse und der Gewinn zurück, obwohl das Unternehmen die Preise gesenkt hatte, um die von der Inflation geplagten Kunden zurück in ihre großen blauen Läden zu locken.

(Bericht von Divya Chowdhury und Helen Reid, geschrieben von Philipp Krach, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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