Trading-Chance Vestas: Short im Abwärtstrend
Die vom Amtsantritt des neuen US-Präsidenten ausgehenden Impulse sind weitreichend und machen auch vor der Windenergie-Branche keinen Halt. Der Politikwechsel in den USA und die enorme Wertberichtigung bei den Zahlen zum vierten Quartal beim dänischen Windkraftanlagen-Hersteller Orsted belasteten nahezu die gesamte Branche und drückten auch auf die Kurse der im Abwärtssog befindlichen Vestas-Aktie. Hier ergibt sich eine trendkonforme Short-Opportunität.

Windkraftanlagen-Hersteller befinden sich entgegen des allgemein sehr positiven Trends seit langer Zeit in einem intakten Abwärtstrend. Dies ist angesichts der Zahlen vieler Unternehmen auch alles andere als überraschend. Anleger sind am langen Ende nicht ideologisch getrieben, sondern schauen auf die nackten Zahlen. Die jüngst von Orsted kommunizierte Wertberichtigung um 1,6 Milliarden für das vierte Quartal 2024 zeigt die Probleme dieser Branche. Das Unternehmen führte als Gründe für die Korrektur der Zahlen unter anderem eine Neubewertung des gepachteten Meeresbodens an der US-Ostküste, gestiegene US-Zinsen und höhere Kosten, sowie Verzögerungen bei Offshore-Projekten, ebenfalls an der US-Ostküste, an. Viele Unternehmen sind nicht nennenswert profitabel und man hat mit Verzögerungen z.B. durch Genehmigungsverfahren und höheren Kosten für die Erstellung der Anlagen zu kämpfen. Die Baumaterialien haben sich in den letzten Jahren teilweise massiv verteuert, wie man am Beispiel von Beton sehen kann. Noch sind die Stahlpreise relativ niedrig. Sollten diese auch anziehen, was bei erhöhter Nachfrage die logische Folge wäre, so würde das ein zusätzlicher Belastungsfaktor für die Branche. Auch Vestas leidet unter diesen Problemen.

Mini Margen und keine Dividende
Der Margendruck in der Branche ist enorm. So hatte Vestas 2022 gar eine Netto-Marge von -10,85% (ja, Minus!), 2023 immerhin von +0,5% und 2024 von mageren 0,31%. In Anbetracht der spezifischen Probleme und der hohen Sensibilität für gleich mehrere Faktoren, die die Unternehmen selbst nicht beeinflussen können, erscheint die Prognose von 7,49% Netto-Marge für 2028 eher Wunschdenken zu sein. Da Vestas von sich aus nicht ansatzweise profitabel arbeitet und stark kreditfinanziert ist, wirken sich die deutlich gestiegenen Zinsen äußerst negativ aus. Die Abhängigkeit von den Rohstoffpreisen der Baumaterialien ist enorm und birgt weitere Risiken. Anleger suchten in den vergangenen Jahren Aktien mit starken Wachstumsaussichten, hohen Dividenden und einem stark positiven Cashflow. Das sucht man bei Vestas vergebens. Ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 33 ist ebenfalls alles andere als günstig.
Relative Schwäche und intakter Abwärtstrend
In einem der größten Bullenmärkte aller Zeiten entwickelt sich der Kurs von Vestas über Jahre diametral entgegengesetzt. Die Aktie ist eklatant schwach im Vergleich zum breiten Markt. Im November wurde zudem mit dem Durchbrechen der horizontalen Unterstützung bei 131 DKK (Dänische Kronen) erhebliches Abwärtspotenzial freigesetzt. Aus technischer Sicht ist keine Unterstützung in Sicht. Erst bei 29 DKK und bei etwa 6,50 DKK lassen sich Supports ausmachen. Mehr, als einen Pullback an die 131er-Marke ist bei der technischen Ausgangslage sehr unwahrscheinlich. Für uns ist die Aktie ein klarer Short-Kandidat – und das ebenso auf dem aktuellen Niveau, wie auch bei etwaigen Erholungsschüben. Diese sind in Anbetracht des Kurssturzes stets recht mager ausgefallen, wie man im Chart sehen kann. Antizyklische Shortmarken befinden sich neben 131 DKK auch bei 221 DKK. Unterstützungen und Ziele für Short-Trades liegen bei 29 und 6,5 DKK.

Mehrere Short-Einstiege möglich
Wir halten es durchaus für möglich, dass sich der Aktienkurs zwischenzeitlich erholt und das Ausbruchslevel vom November 2024 von unten testet. Ein solcher Pullback an die Marke von 131 Dänischen Kronen würde eine antizyklische Short-Chance darstellen. Auch bei 221 DKK ergäbe sich eine weitere antizyklische Chance im Abwärtstrend. Letzteres erscheint derzeit jedoch außer Reichweite zu sein. Da ein gutes Timing an der Börse aufgrund zahlreicher Einflussfaktoren und eines fortwährenden Nachrichtenflusses schwierig ist, kann in einer solchen Konstellation ein multipler Einstieg in mehreren Tranchen eine sinnvolle Vorgehensweise darstellen. Eine Tranche kann dabei aktuell aufgrund der relativen Schwäche und der neuen Verlaufstiefs eingegangen werden. Eine weitere bietet sich antizyklisch bei 131 DKK an, falls es zu einem Rücklauf an diese Marke kommen sollte. Als Ziel gilt bis auf weiteres die horizontale Unterstützung aus dem Jahr 2013 bei 29 Dänischen Kronen.
Ein Short-Trade mit erheblichem Potenzial
Für diese Trading-Chance haben wir ein recht konservatives Produkt ausgewählt. Mit einem Unlimited Turbo Short Optionsschein des Emittenten BNP Paribas, dessen Knockout und Basis bei 139,624 DKK gelegen sind, ist ein ausreichender Puffer vorhanden, gleichzeitig aber eine Partizipation an der Entwicklung mit einem Hebel von 1,85. Die Laufzeit ist unbegrenzt. Als sinnvollen Stop-Loss sehen wir im Produkt einen Kurs von 0,15 Euro. Das entspricht in der Aktie etwa 132 DKK. Die WKN lautet PG94VW.
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 131 und 221 DKK
Unterstützungen: 29 und 6,5 DKK
Unlimited Turbo open end Short auf Vestas
Basiswert | Vestas |
WKN | PG94VW |
ISIN | DE000PG94VW3 |
Basispreis | 139,624 DKK |
Knockout | 139,624 DKK |
Laufzeit | unlimited (endlos) |
Typ | Turbo Optionsschein |
Emittent | BNP Paribas |
Hebel | 1,85 |
Stop-Loss Hebelzertifikat | 0,15 Euro |
Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:
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Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.
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