Trump: "Gender-Ideologie" aus Bundesbehörden verbannt

Reuters · Uhr

(Streicht überflüssiges Wort im ersten Satz und präzisiert Namen der Behörde im zweiten Satz)

(Reuters) - US-Präsident Donald Trump kündigt ein Verbot von Geschlechtsidentitäten jenseits von Mann und Frau in US-Behörden an.

Eine am Mittwoch veröffentlichte Anweisung der Personalverwaltungsbehörde fordert alle Bundesbehörden auf, Verweise auf die von ihm als "Gender-Ideologie" bezeichnete Haltung aus Verträgen, Stellenbeschreibungen und Auftritten in sozialen Medien zu entfernen. "Frauen sind biologisch weiblich und Männer biologisch männlich", heißt es in dem Dokument. Die Maßnahme folgt einem kürzlich von Trump erlassenen Dekret, das Behörden dazu verpflichtet, nur zwei biologische Geschlechter anzuerkennen. Die Anweisung sieht vor, dass Behörden alle Stellenbeschreibungen überprüfen und Mitarbeiter beurlauben müssen, "deren Arbeit die Vermittlung oder Förderung der Gender-Ideologie beinhaltet". Entsprechende Inhalte sollen auch von Webseiten und Social-Media-Accounts gelöscht werden.

Trump hatte am Dienstag angeordnet, die Finanzierung oder Unterstützung von Gesundheitsdiensten einzustellen, die Transgender-Jugendliche bei der Geschlechtsangleichung unterstützen, nachdem er zuvor den Ausschluss von Transgender-Personen aus den Streitkräften angeordnet hatte.

Die Abteilung für Regierungseffizienz (Department of Government Efficiency, DOGE) gab im Kurznachrichtendienst X bekannt, dass 85 Verträge im Zusammenhang mit Vielfalt, Gleichberechtigung, Inklusion und Zugänglichkeit mit einem Gesamtwert von rund einer Milliarde Dollar in verschiedenen Ministerien und Einrichtungen aufgekündigt worden seien. Eine Aufschlüsselung der Summen erfolgte nicht. Auf eine Anfrage von Reuters nach weiteren Details reagierte DOGE zunächst nicht.

Kritiker sehen in Trumps Vorgehen einen breit angelegten Angriff auf Diversity-, Gleichstellungs- und Inklusionsprogramme. Menschenrechtsaktivisten befürchten einen Rückschritt in den Bemühungen um mehr Gleichberechtigung und Vielfalt in den USA.

(Bericht von Jarrett Renshaw und David Shepardson, geschrieben von Katharina Loesche. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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