Spanische Bankenfusion

BBVA könnte wegen Auflagen auf Sabadell-Übernahme verzichten

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Tatohra/Shutterstock.com

Santander (Reuters) - Die spanische Großbank BBVA prüft nach eigenen Angaben ihre Optionen nach den Auflagen der Regierung für die feindliche Übernahme des heimischen Rivalen Sabadell bis hin zu einem Rückzug der Offerte.

Das Geldhaus prüfe auch die Auswirkungen der Bedingungen auf das erwartete Einsparpotenzial von 850 Millionen Euro, das es sich aus dem Zusammenschluss erhofft, sagte BBVA-Landeschef Peio Belausteguigoitia am Mittwoch. BBVA wolle rasch entscheiden, fügte er hinzu. Dabei lägen alle Optionen auf dem Tisch - von einer Klage gegen die Regierung bis hin zum Verzicht auf die Pläne. In Deutschland wolle das Institut ebenfalls expandieren, sagte der Manager. Dort solle noch in dieser Woche eine neue Digitalbank an den Start gehen.

Die Regierung in Madrid hatte zuvor zusätzliche Bedingungen für die Pläne der BBVA vorgestellt. "Die Regierung hat die Übernahme unter der Bedingung genehmigt, dass die beiden Unternehmen in den nächsten drei Jahren rechtlich getrennt bleiben, separate Vermögenswerte behalten und ihre Autonomie beim Management bewahren", hatte Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo erklärt. BBVA könnte durch die rund zwölf Milliarden Euro schwere Transaktion zum größten Geldhaus Spaniens aufsteigen. BBVA-Chef Carlos Torres hatte bereits damit gedroht, die Transaktion bei zu strengen Auflagen abzublasen.

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