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Dax: Abwärtstrend gebrochen – ThyssenKrupp stark gefragt – HeidelbergerDruck und Evotec mit positiven Schlagzeilen

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Dax: Abwärtstrend gebrochen – ThyssenKrupp stark gefragt – HeidelbergerDruck und Evotec mit positiven Schlagzeilen

Nach der starken Erholung in der Vorwoche haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt auch nach dem langen Pfingstwochenende weiter beherzt zugegriffen. Der Dax kletterte bis zum Mittag um 1,36 Prozent auf 12 209,46 Punkte und befreite sich damit aus dem seit Anfang Mai vorherrschenden Abwärtstrend.

Nachdem der Dax in der vergangenen Woche vor allem von der Hoffnung auf sinkende Zinsen in den USA profitiert hatte, kam nun durch die Einigung zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten im Zollstreit auch von dieser Seite ein Argument für Käufer hinzu. Hinsichtlich des Handelskonflikts zwischen den USA und China richten sich die Augen bereits auf den G20-Gipfel Ende des Monats und ein dort geplantes Treffen der Präsidenten.

„Ein Abendessen wird zwar nicht die Probleme lösen können, die sich in den vergangenen Wochen im Handelsstreit zwischen den USA und China aufgetan haben“, erklärte Jochen Stanzl, Marktanalyst von CMC Markets. „Die Märkte hoffen dennoch, dass Donald Trump und sein chinesischer Amtskollege den Gesprächsfaden wieder aufnehmen, der im Mai abgerissen ist. Der Deal mit Mexiko macht hier durchaus Hoffnung.“

Der MDax, in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen vertreten sind, gewann 1,53 Prozent auf 25 467,43 Punkte. Er kehrte damit wieder über die 50-Tage-Linie als mittelfristiger Trendindikator zurück. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50  ging es um 0,8 Prozent aufwärts.

Stahlwerte wie Thyssenkrupp und Salzgitter fielen mit deutlichen Kursgewinnen von 4,5 und fast 5 Prozent auf. Peking habe für die Regionalregierungen den Spielraum für Investitionen erhöht, hieß es. Börsianer hoffen nun auch auf positive Impulse für die Stahlnachfrage. Die Papiere von Salzgitter und vor allem ThyssenKrupp kommen von langjährigen Tiefstständen.

Auch Siltronic-Aktien profitierten mit einem Plus von über 5 Prozent von der Hoffnung auf eine Belebung der Geschäfte. Dem Branchenportal „Digitimes“ zufolge könnte der Handelskrieg zwischen den USA und China einige Hersteller von Halbleiterwafern zwingen, Pläne für Kapazitätserweiterungen zu überdenken. Für den deutschen Wafer-Hersteller wäre das positiv, da neue Produktionskapazitäten der Konkurrenz den Preisdruck verstärken könnten.

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Aktien von Evotec kletterten um 4 Prozent. Die Hamburger Wirkstoffforscher bekommen bei der Behandlung von Tuberkulose prominente Unterstützung. Die Bill & Melinda Gates Foundation des Microsoft-Gründers und seiner Ehefrau helfe im Rahmen einer fünfjährigen Partnerschaft mit 23,8 Millionen US-Dollar, teilte das Biotechunternehmen am Vorabend mit. Damit ist man nicht das erste Mal Partner einer prominenten Stiftung. Evotec kooperiert bereits mit der Michael J. Fox Foundation in der Parkinsonforschung.

Für die Papiere des Modeunternehmens Hugo Boss ging es nach einem etwas zuversichtlicheren Analystenkommentar der US-Bank Morgan Stanley um mehr als 4 Prozent hoch.

Papiere von Heidelberger Druck sprangen um bis zu 9 Prozent an. Vorstandschef Rainer Hundsdörfer machte den Anlegern in einem Interview mit der „Euro am Sonntag“ Hoffnung auf einen weiteren strategischen Investor. Es gebe Interessenten, so Hundsdörfer. Mehr wolle er „jetzt noch nicht sagen“.

onvista/dpa-AFX

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